Krankenhausmanager drängeln sich bei Corona-Impfung vor: „Extrem bitter“

Coronavirus

Zwei Krankenhausmanager haben sich bei einem internen Impftermin gegen Corona impfen lassen - obwohl die Dosen Mitarbeitern mit Patientenkontakt vorbehalten sind. Jetzt drohen ihnen Konsequenzen.

Hannover

05.02.2021, 11:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Manager aus Häusern des Klinikums Region Hannover (KRH) haben mit ihrer frühzeitigen Impfung gegen das Coronavirus gegen gesetzliche Richtlinien verstoßen. (Symbolbild)

Zwei Manager aus Häusern des Klinikums Region Hannover (KRH) haben mit ihrer frühzeitigen Impfung gegen das Coronavirus gegen gesetzliche Richtlinien verstoßen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Zwei Manager aus Häusern des Klinikums Region Hannover (KRH) haben mit ihrer frühzeitigen Impfung gegen das Coronavirus gegen gesetzliche Richtlinien verstoßen. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet, nutzten die beiden Führungskräfte hausinterne Impftermine, obwohl sie nach der Impfverordnung des Bundes nicht zur Personengruppe zählen, die das Vakzin mit höchster Priorität gespritzt bekommen soll.

Etliche Mitarbeiter mit unmittelbarem Patientenkontakt arbeiten aufgrund des knappen Impfstoffes dagegen noch immer ohne Immunisierung. Sie bezeichneten das Verhalten der Führungskräfte als „extrem bitter“, wie die „HAZ“ weiter schreibt.

Manager drohen Abmahnung oder sogar Kündigung

Das Klinikum bestätigte den Vorfall am Donnerstag. Ein leitender Arzt habe „klare und strenge Vorgaben falsch ausgelegt“ und die beiden Manager irrtümlicherweise als besonders exponiertes und gefährdetes Personal eingeordnet. Die Geschäftsführung berät laut Informationen der „HAZ“ über personelle Konsequenzen gegen die Manager. Ihnen drohen eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung.

RND/ak

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