Kran stürzt im Rostocker Hafen auf Schiff: Zwölf Verletzte und Schaden bis zu 100 Millionen

Unfall

Im Rostocker Überseehafen hat sich ein schweres Unglück ereignet. Ein Kran stürzt um, fünf Menschen werden verletzt, der Schaden beträgt Dutzende Millionen.

Rostock

03.05.2020, 14:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schwerlastkran bracht bei einem Test (Anheben eines Pontons) in der Mitte durch und stürzte auf ein Schiff.

Ein Schwerlastkran bracht bei einem Test (Anheben eines Pontons) in der Mitte durch und stürzte auf ein Schiff. © picture alliance/dpa

Bei einem Kranunfall im Überseehafen in Rostock ist nach Angaben der Polizei ein Schaden von 50 bis 100 Millionen Euro entstanden. Zwölf Menschen wurden dabei verletzt - davon zehn leicht, zwei kamen in ein Krankenhaus, einer von ihnen wurde am Samstagabend wieder entlassen. Der Grund für den Unfall war nach ersten Erkenntnissen ein Materialfehler am Kran.

Nach Polizeiangaben war ein auf einem Schiff montierter Kran bei einem Schwerlast-Test am Samstagnachmittag beim Anheben eines rund 5000 Tonnen schweren Pontons umgeknickt. „Der Kran stand unter extremer Spannung. Durch den ruckartigen Abriss ist der Kran nach hinten übergekippt“, schilderte ein Polizeisprecher das Geschehen.

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Der obere Teil des Krans sei auf das Schiff sowie auf die Kaikante aufgeschlagen. Auf der „Orion I“ befanden sich laut Polizei zu diesem Zeitpunkt rund 120 Menschen, allerdings nicht in unmittelbarer Nähe des Krans. Die Verletzten hätten sich im Führerhaus aufgehalten.

Im Zuge erster Ermittlungen sei der Haken des Krans sichergestellt worden. „Nach gegenwärtigem Stand ist davon auszugehen, dass der Haken vermutlich durch einen Materialfehler gebrochen ist und so diesen Unfall verursacht hat“, so der Sprecher.

Die drei Leichtverletzten seien vom Rettungsdienst ambulant behandelt worden. Zwei weitere Verletzte seien zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein auf Höhe des Liegeplatzes geparkter Transporter würde durch den umstürzenden Kran vollständig zerstört.

RND/dpa