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Korfball: Cramer tritt nach Kurbjun-Affäre zurück

CASTROP-RAUXEL Es ging um die Korfball-Nationalmannschaft, doch die Konsequenzen schlagen nun auf den KC Grün-Weiß zurück. Wenige Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft in der Tschechischen Republik ist der Club in die womöglich tiefste Krise seiner 40-jährigen Geschichte gestürzt.

von Von Jens Lukas

, 15.11.2007
Korfball: Cramer tritt nach Kurbjun-Affäre zurück

Thorsten Cramer.

Nach einer Präsidiumssitzung am Mittwochabend steht fest: Thorsten Cramer tritt als Trainer des Regionalliga-Dritten zurück. Zudem werden zwei Leistungsträger, Nationalspielerin Saskia Cramer und Routinier Carsten Konieczny, das Team sofort verlassen.

Womöglich wird auch die Nationalspielerin Rabea Cramer, die derzeit als junge Mutter pausiert, der ersten Mannschaft des deutschen Abonnentmeisters der letzten eineinhalb Jahrzehnte den Rücken kehren, sofern sie denn überhaupt auf das Korfball-Parkett zurückkehren werde, wie der GW-Pressewart Andreas Kraft erklärte.

Weiterhin im Vorstand

Thorsten Cramer und Rabea Cramer würden allerdings ihre Vorstandsämter behalten, sagte Kraft. Thorsten Cramer war in Personalunion zu seinen Trainerjobs im Verein und bei der Nationalmannschaft auch Präsident des KC Grün-Weiß. Rabea Cramer ist Vize-Präsidentin. Der Rücktritt der beiden von diesen Ämtern ist offenbar in letzter Minute noch abgewendet worden.

Die aktuellen Zerwürfnisse bei den "Grün-Weißen" gehen darauf zurück, dass Thorsten Cramer als Trainer der Nationalmannschaft die GW-Spielerin Sarah Kurbjun zwei Wochen vor der WM aus der deutschen Equipe ausgebootet hatte.

Entrüstung

Er warf ihr vor, beim Training und Testspielen gefehlt zu haben. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los: Sarah Kurbjun wies die Vorwürfe zurück, gab einen Autounfall als Begründung an. Ihre Eltern sprachen in einem Leserbrief gar von "Verleumdung und Rufmord".

Schließlich entschuldigte sich Thorsten Cramer auf der Homepage des KC Grün-Weiß öffentlich für seine Aussagen. Doch noch am Dienstag, beim ersten GW-Training nach der WM, soll sich, wie zu hören war, ein Teil der Mannschaft gegen Thorsten Cramer als Trainer ausgesprochen haben.

  

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