Konzert: Maceo Parker und WDR-Big-Band

DÜSSELDORF Eigentlich sind sie ein Geheimtipp, die sommerlichen Jazzkonzerte im Düsseldorfer Hofgarten. Meist hochkarätig, Eintritt frei oder auf Spendenbasis, und manchmal doch nicht so geheim. Denn als Maceo Parker und die WDR-Big-Band wegen des unsicheren Wetter in den Robert-Schumann-Saal auswichen, mussten Hunderte draußen bleiben.

von Von Klaus Lipinski

, 13.07.2008, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er habe immer davon geträumt vor einer Big-Band zu spielen, erklärte der Altsaxofonist. Dabei hat sich musikalisch gar nicht so viel geändert. Der Bläsersatz gibt oft Einwürfe, die sonst die solistischen Bläser seiner Band seliefern. Michael Abene, WDR-Chefdirigent hat traditionell arrangiert. Das passt vor allem zur ersten Hälfte, die Titel von Ray Charles brachte, und lässt später im funkigeren Teil den Solisten viel Raum.

Kölner Szene

Von denen zeigten vor allem die jüngeren Mitglieder, dass die Kölner Szene schon länger von der eigenen Arbeit profitiert. Musiker wie Paul Heller oder Frank Chastenier, der für sein ekstatisches Spiel an der Hammond-Orgel Jubelstürme erntete, sind lokale Eigengewächse. Aber auch Karolina Strassmeyer, die sich in "To be or not to be" einen Dialog mit Parker lieferte, oder der Trompeter John Marshall haben das Gesicht der Band positiv verändert.

Alter Meister

Dass sie trotzdem auf Soulgebiet immer noch etwas vom alten Meister lernen konnten, war zu erwarten. Parker blies wenig, das aber klarer als Heller, variabler als Strassmeyer. Trotzdem warteten natürlich alle auf einige jener Funk-Titel, die ihn berühmt machten. "Pass the peas", "Shake everything you got" oder "Advance Funk". Da war auch Poogie Bell am Schlagzeug, der zweite prominente Gast ganz in seinem Element und übte mit der dicht gesetzten Bass-Drum viel Druck aus. Auch der Platz am Bass war mit einem bekannten Namen besetzt. Rodney "Skeet" Curtis.

Termine: 28.7. bis 30.7., Stadtgarten, Köln.

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