Nordkirchener König Christoph Rengshausen blickt zurück auf zwei Jahre Amtszeit

dzSchützenfest Nordkirchen

Es war eine schöne Zeit: Das sagt Christoph Rengshausen, der die vergangenen zwei Jahre Nordkirchener Schützenkönig war. Ein besonderer Zweikampf ist ihm unvergessen.

Nordkirchen

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Nur noch zwei Wochen: Dann regiert ein neuer König die Bürgerschützen Nordkirchen. Vogel „Willibald“ zeigt sich während dieser Zeit im Schaufenster des ehemaligen Kaufhauses Borgard von seiner besten Seite. Wie es dem noch amtierenden König Christoph Rengshausen und seiner Frau Elke in den zwei Jahren Amtszeit ergangen ist, hat er im Interview erzählt.

König in Nordkirchen, aber wohnhaft in Selm. Wie hängt das zusammen?

Ich bin waschechter Nordkirchener, doch meine Frau stammt aus Selm und arbeitet dort. So bin ich dorthin geraten.

Wie viele Verbindungen gibt es dann noch zu Nordkirchen?

Ich bin meiner Heimat weiterhin treu. Zumal ich meine Arbeitsstätte bei Wolfgang Hülsbusch habe. Außerdem treffe ich mich hier einmal im Monat mit Freunden zum Kegeln.

Wie haben diese denn Ihre Königswürde aufgenommen?

Die waren nicht überrascht. Irgendwie hatten die das wohl mal kommen sehen.

Wie war das noch beim Schützenfest 2017?

Zuletzt hatten wir noch zu dritt geschossen. Eigentlich hatte ich nur zum „Lockern“ mitgeschossen. Ich dachte, der Rest braucht noch ein paar Schüsse. Doch im Finale standen nur Andreas Raesfeld und ich an der Vogelstange. Der wollte natürlich auch König werden. Doch dann fiel der Rest auf einmal nach meinem Schuss runter.

Hatten Sie vorgehabt, den Vogel abzuschießen?

Um 12 Uhr wusste ich das noch nicht. Auch um 15 Uhr noch nicht!

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Elke Rengshausen: Da fragte er mich, was ist, wenn er fällt? Das kannst du gerne machen, antwortete ich ihm. Schon früher war der König Thema bei uns, aber da habe ich ihm gesagt, er solle damit warten, bis die Kinder groß sind. Denn ich möchte ja auch gerne mitfeiern. Jetzt sind unsere Kinder 28, 25 und 17 Jahre alt. Wir haben sogar schon ein Enkelkind.

Wie haben die Kinder reagiert?

Die haben sich tierisch gefreut. Alle drei waren ja auch dabei, als es geschah. Auch unsere Nachbarn haben gratuliert.

Wie haben Sie Ihre Amtszeit erlebt?

Es war eine schöne Zeit, die viel zu schnell verging. Wir haben uns das viel stressiger vorgestellt. Die Unterstützung vom Verein war prima. Bei Fragen halfen uns immer Elmar Schulte und Georg Koog. Wir haben drei Schützenfeste besucht und die Vorstandssitzungen gehörten dazu. Ganz besonders toll war das Königsbiwak am 4. Mai. Die Stimmung war außergewöhnlich gut. Während der Feierlichkeiten hatten wir unser Königshaus in den Plettenberger Hof verlegt. Da haben wir auch übernachtet. Als ich danach wieder in die Firma kam, war der alte Vogelmaler total erstaunt, dass ich jetzt Schützenkönig war. Auch die Kunden wussten das, und einige sprach mich sogar mit „Majestät“ an. Beim Karnevalsumzug waren Hofstaat und wir aktiv dabei. Im November planen wir eine Abschlussfahrt.

Nordkirchener König Christoph Rengshausen blickt zurück auf zwei Jahre Amtszeit

Das Schützenkönigspaar Christoph und Elke Rengshausen (r.) sowie Karl-Hermann Zurhove, 1. Vorsitzender, und Elmar Schulte, Geschäftsführer, (v.l.) präsentieren den aktuellen Schützenvogel Willibald. © Antje Pflips

Sie tragen beim Schützenfest die weiße Uniform der Sanitätskompanie...

Ja, als ich 1983 in den Verein eintrat, war ganz klar, dass ich zu den Sanitätern gehen. Mein Großvater, Wilhelm Rengshausen, gründete die Kompanie 1951. Mein Vater war dabei – und jetzt ich. Zum ersten Mal gibt es einen König unter den Sanitätern. Ganz klar, dass sie auch den Hofstaat bildeten. Für diesen Fall hatten wir schon vor langer Zeit eine Königskasse eingeführt, über die dann verfügt werden kann.

Was können Sie allen Königsanwärtern mitgeben?

König in der Schützengilde Nordkirchen zu sein, macht richtig Spaß und lohnt sich.

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