Klinik-Personalrat sieht Forderung erfüllt

von FiggeG

, 31.07.2008, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

MARL. (-gge) "Wir haben die Kuh vom Eis." Andrea Pelster, Personalratsvorsitzende der (noch) städtischen Paracelsus-Klinik freut sich über den doch noch gefundenen Kompromiss. (MZ berichtete).

Mit der Erklärung, die dem Personalüberleitungsvertrag praktisch "angehängt" wurde, sei das Klagerecht jedes einzelnen Klinik-Beschäftigten gegen einen Änderungsvertrag juristisch abgesichert verankert. Wie berichtet hatte die Gewerkschaft Ver.di bis zuletzt auf das so genannte Individualrecht gepocht. Der Personalrat hatte seine Zustimmung zu dem Vertrag davon abhängig gemacht.

Der Vertrag, der die Bedingungen regelt, zu denen die Beschäftigten der Paracelsus-Klinik in die neue Klinikum Vest GmbH übergeleitet werden, hätte auch ohne die Zustimmung des Personalrats Gültigkeit. Möglicherweise wäre dann allerdings eine Welle von Widersprüchen auf die Stadt zugekommen. Mit der nachgeschobenen Erklärung hatte die Politik jedoch offensichtlich alle Befürchtungen des Personalrats ausräumen können. In der gestrigen Personalversammlung wurde der Belegschaft denn auch die Annahme der neuen Arbeitsverträge empfohlen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung schrieben sich CDU und SPD den Durchbruch der festgefahrenen Verhandlungen als Erfolg auf die eigenen Fahnen und dankten allen Beteiligten für die Kooperationsbereitschaft. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter seien jetzt gesichert, ebenso wie die Fortentwicklung der Gesundheitspolitik der Stadt.

Auch der Personalrat des Knappschaftskrankenhauses sieht seine Forderungen weitgehend erfüllt und hat gestern grünes Licht für die Fusion zum 1. August gegeben.