Klavier-Festival Ruhr endet mit Besucherrekord

ESSEN Der Schlussakkord des Klavier-Festivals Ruhr erklingt am Samstag in der Jahrhunderthalle. Schirmherr Thomas A. Lange und Intendant Franz Xaver Ohnesorg zogen aber bereits gestern ein durchweg positives Fazit. Sie vermeldeten 20 Jahre nach der ersten Auflage einen neuen Besucherrekord: 63 000.

von Von Michael Billig

, 25.07.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Zog positive Bilanz: Franz Xaver Ohnesorg. Archiv</p>

<p>Zog positive Bilanz: Franz Xaver Ohnesorg. Archiv</p>

"Das sind 4000 mehr als im vergangenen Jahr", betonte Ohnesorg auf einer Pressekonferenz in der Philharmonie Essen. Hinzuzufügen ist: bei weniger Veranstaltungen als 2007, da waren es über 80. Diesmal gab es 77 Konzerte an 15 Orten - auch die Essener Gruga-Halle habe sich nach einem Jahr Pause bewährt. 34 Konzerte waren - wie auch das Abschlusskonzert mit Till Brönnner am Samstag - ausverkauft.

Grund für das zunehmende Publikumsinteresse sei die "professionellere" Organisation des Festivals. Vor allem im Bereich Marketing habe man zugelegt.

Publikumsmagnet war neben dem großen Star Lang Lang - 110 000 Zuschauer verfolgten auf dem TV-Sender 3sat den Konzertmitschnitt seines Tan Dun-Abends - der Pianisten-Marathon in der Bochumer Jahrhunderthalle. Rund 11 000 Besucher verfolgten laut Ohnesorg im Rahmen der ruhrgebietsweiten "ExtraSchicht" die Schubert-Interpretationen von Meisterschülern nordrheinwestfälischer Musikhochschulen.

Im Mittelpunkt des aus rein privaten Geldern finanzierten Festivals stand die Musik von Schubert. Mit dem "Education-Programm" habe man außerdem 180 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Familien und Freunde erreicht, so Ohnesorg. Zu den musikalischen Höhepunkten zählte der Intendant die Abschiedskonzerte des Alban Berg Quartetts und von Alfred Brendel. Dass Brendel weiterhin beim Festival eine Rolle spielt, deutete Ohnesorg beiläufig an: "Er wird hier keine Klavierabende mehr geben. Aber man könnte um ihn herum etwas erfinden."