Klage gegen Fast-Food-Kette Subway: kein Thunfisch auf dem Tuna-Sandwich?

Ernährung

Thunfisch ist einer der beliebtesten Beläge auf Subway-Sandwiches – doch enthält das Tuna-Sandwich gar keinen Thunfisch? Mit diesem Vorwurf sieht sich die Fast-Food-Kette konfrontiert.

30.01.2021, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sandwich-Werbung steht in einer Filiale der Fast-Food-Kette Subway.

Sandwich-Werbung steht in einer Filiale der Fast-Food-Kette Subway. © picture alliance / dpa

Erst vor wenigen Monaten hatte ein irisches Gericht entschieden, dass ein Subway-Sandwich kein Brot ist, jetzt sieht sich die Fast-Food-Kette erneut mit einer Klage konfrontiert. Diesmal geht es allerdings nicht um die Backware, sondern um das, was auf dem Sandwich liegt – den Thunfisch. Der enthalte nämlich gar keinen Thunfisch, zitiert die „Washington Post“ aus der in Kalifornien eingereichten Klage. Subway weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Unabhängige Labortests von „mehreren Proben“, die aus Subway-Filialen in Kalifornien stammten, hätten ergeben, dass der angebliche „Thunfisch“ vielmehr ein „Mischmasch verschiedener Zutaten“ sei, mit dem Ziel, „das Aussehen von Thunfisch nachzuahmen“.

Welche Inhaltsstoffe die untersuchten Proben genau enthielten, gehe aus der Klageschrift nicht hervor. Ein Anwalt der beiden Kläger wollte sich dazu auf Anfrage ebenfalls nicht näher äußern, berichtet die „Washington Post“. „Wir haben herausgefunden, dass die Zutaten nicht Thunfisch und auch nicht Fisch waren“, zitiert die Zeitung aus einer E-Mail des Anwalts.

Subway: Vorwürfe völlig haltlos

Die beiden Kläger werfen Subway Betrug, bewusste Falschdarstellung und unzulässige Bereicherung vor. Sie argumentieren, sie seien „hereingelegt“ worden, mit die Ziel, ein „Essen zu kaufen, in dem komplett die Zutat fehlte“, die die Beschreibung, Verpackung und Werbung versprochen habe.

Die in der Klageschrift genannten Privatpersonen streben demzufolge eine Sammelklage an, die es auch anderen Subway-Kunden ermöglichen würde, ohne großen Aufwand zu klagen.

Ein Subway-Sprecher sagte gegenüber der „Washington Post“, die Vorwürfe seien völlig haltlos. Es handele sich nicht nur um echten Thunfisch, er sei sogar „wild gefangen“, stamme also nicht aus einer Aufzucht.

RND/seb

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