Kläranlagen-Unglück: Mann nach Rettungsversuch gestorben

Unglück

Vor etwa einer Woche sind zwei Männer in eine Kläranlage gefallen. Nach Rettungsversuchen starb zunächst der Besitzer der Anlage. Aber auch für seinen Nachbarn kam jede Hilfe zu spät.

Mönchengladbach

06.07.2020, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach einem Unglück in einer privaten Kläranlage sind zwei Landwirte gestorben. Sie waren im Schacht zur Kläranlage bewusstlos geworden und abgestürzt. (Symbolbild)

Nach einem Unglück in einer privaten Kläranlage sind zwei Landwirte gestorben. Sie waren im Schacht zur Kläranlage bewusstlos geworden und abgestürzt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Etwa eine Woche nach einem Unglück in einer privaten Kleinkläranlage in Mönchengladbach ist nun auch ein 35-jähriger Helfer an den Folgen seines Rettungsversuchs gestorben.

Nach ersten Erkenntnissen war zunächst ein 70 Jahre alter Landwirt auf seinem Hof vermutlich wegen eines technisches Defekts über einen Schacht in die teilweise gefüllte Kläranlage gestiegen. Dabei verlor er durch die Gase das Bewusstsein, stürzte in den Behälter und starb nach seiner Rettung durch die Feuerwehr später im Krankenhaus.

Nachbar versuchte zu helfen

Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hatte der 35-jährige Nachbar versucht, dem Landwirt zu helfen, wurde im Schacht aber auch bewusstlos und stürzte ebenfalls ab. Die Lebensgefährtin des Nachbarn habe schließlich die Feuerwehr gerufen.

Bei dem Versuch, die beiden Männer aus der Grube zu ziehen, sei auch ein Feuerwehrmann bewusstlos geworden. Dieser sei an der Luft aber wieder ansprechbar gewesen. Die Einsatzkräfte hätten die Verletzten schließlich mit Atemschutzmasken aus der Tiefe geholt und 45 Minuten lang reanimiert.

In früheren Berichten zu dem Unglück hatten Feuerwehr und Polizei von einer Güllegrube gesprochen, tatsächlich habe es sich aber um eine private Kleinkläranlage gehandelt, wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte.

dpa

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