Kitas in NRW bleiben weiter geöffnet - auch bei Inzidenz von über 200

Corona-Inzidenz

Viele Schulen bleiben wegen hoher Infektionszahlen geschlossen. Die Kitas in NRW sind jedoch weiter geöffnet. Das Land verbietet regelrecht die Schließung von Kindergärten.

Düsseldorf

19.04.2021, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kitas in NRW sollen vorerst weiter geöffnet bleiben.

Kitas in NRW sollen vorerst weiter geöffnet bleiben. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Trotz steigender Corona-Zahlen bleiben die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen bis auf Weiteres mit einer reduzierten Wochenstundenzahl geöffnet. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bekräftigte am Montag erneut, dass er Betretungsverbote für Kitas und Kindertagespflege - also einen Notbetrieb mit stark eingeschränktem Zugang nur für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen und besonders Bedürftige - für „völlig falsch“ halte.

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Die Pandemiebekämpfung dürfe nicht erneut auf dem Rücken von Kindern und Familien ausgetragen werden. Er habe sich „sehr dafür eingesetzt, dass die Beschäftigten in Kita und Kindertagespflege in der Impfreihenfolge vorgezogen würden, sagte Stamp auf Anfrage. „Das konnten wir nur erreichen, weil damit die Erwartung verbunden war, dass die Einrichtungen dann nicht mehr in den Notbetrieb geschickt werden.“

Landesregierung stimmt Schließung der Kitas bei hoher Inzidenz nicht zu

Außerdem könnten sich Beschäftigte mehrfach pro Woche testen, und Eltern könnten für ihre Kinder zwei Tests erhalten. Die Landesregierung will nach Angaben des Ministeriums „keine Unruhe in die aktuelle Diskussion um weitere Schutzmaßnahmen bringen“. Daher warte man auf die Verabschiedung des Bundesinfektionsschutzgesetzes mit der geplanten bundesweiten Corona-Bremse in dieser Woche.

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Einer vorherigen Schließung von Kitas bei einer Wocheninzidenz über 200 stimme die Landesregierung nicht zu. Es gelte weiterhin landesweit der eingeschränkte Regelbetrieb mit einer Reduzierung von zehn Stunden und festen Gruppen. Wenn Kommunen wieder in den sogenannten eingeschränkten Pandemiebetrieb wechseln wollten, dann sei das nach Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium möglich, hieß es weiter. Das bedeutet, dass an die Eltern appelliert wird, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen.

Die Impfungen für Mitarbeiter an den Grund- und Förderschulen sowie in den Kitas und der Kindertagespflege sollen nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums bis zum 24. April abgeschlossen sein. Laut Meldungen der Landesjugendämter wurden im April (Stand 15.4.) in den Kindertageseinrichtungen 479 mit dem Coronavirus infizierte Kinder und 368 Beschäftigte gezählt. In NRW gibt es rund 10.500 Kindertageseinrichtungen mit etwa 168.000 Beschäftigten.

dpa

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