„Kirchen einreißen für Kohle“: Bundesweite Proteste gegen die CDU

Demonstration

In bundesweit 46 Städten haben Aktivisten gegen die Kohlepolitik der CDU protestiert - und harsche Kritik an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet geäußert.

Münster

14.03.2021, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktivistinnen protestieren vor dem Kölner Dom gegen die Kohlepolitik der CDU.

Aktivistinnen protestieren vor dem Kölner Dom gegen die Kohlepolitik der CDU. © picture alliance/dpa

Greenpeace-Aktivisten haben nach eigenen Angaben vor Kirchen in bundesweit 46 Städten gegen die Kohlepolitik der CDU protestiert. Dabei sei jeweils der für den Braunkohleabbau 2018 zerstörte Immerather Dom gezeigt worden, teilte Greenpeace am Wochenende mit.

Die Mahnwachen seien etwa vor dem Kölner Dom, der Lambertikirche in Münster, der Dresdner Frauenkirche und dem Aachener Dom abgehalten worden. Greenpeace fordert einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle.

„Wenn ausgerechnet ein Christdemokrat wie Armin Laschet Kirchen für Kohle einreißen lässt, dann bringt das die rücksichtslose Klimapolitik der Union auf den Punkt“, sagte Deborah Größwagen von Greenpeace Münster. So drohe nun auch der Kirche in Keyenberg der Abriss, deren Fundament älter sei als das der Kathedrale Notre-Dame in Paris.

Im Rheinland seien bereits mehr als 45 000 Menschen für Braunkohletagebaue umgesiedelt und über 100 Dörfer und Weiler samt jahrhundertealten Kirchen und Kulturdenkmälern zerstört worden.

dpa

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