Keine Überraschung im Westfalenpokal

Pr. Münster setzt sich am Badeweiher durch

Das ganz große Wunder ist ausgeblieben: Im Achtelfinale des Westfalenpokals verloren die B-Junioren des VfB Hüls am Sonntagmorgen mit 1:4 (1:3) gegen den Bundesligisten Preußen Münster.

Marl

von Von Sebastian Kalenberg

, 15.04.2012, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der wendige Hülser Björn Winkelbeiner (M.) wird hier von Steffen Hunnewinkel festgehalten. Foto: Kalenberg

Der wendige Hülser Björn Winkelbeiner (M.) wird hier von Steffen Hunnewinkel festgehalten. Foto: Kalenberg

Die Jungs vom Badeweiher zeigten jedoch eine überzeugende Leistung und waren vor allem im zweiten Durchgang die dominierende Mannschaft. Der Bundesligist aus Münster glänzte in der ersten Halbzeit mit einer unglaublichen Effektivität. Gleich mit dem ersten Angriff ging der Favorit in Führung. Eine punktgenaue Flanke von Lucas Morzonek fand in der Mitte Teamkollege Niklas Link, der das Leder per Volleyschuss zum 1:0 für Münster einnetzte (13.). Die große Chance zum direkten Ausgleich hatte VfB-Akteur Björn Winkelbeiner, doch sein Schuss verfehlte das Tor um einige Zentimeter. Im Anschluss präsentierten die Münsteraner erneut ihre Gefährlichkeit. Eine Flanke aus dem Halbfeld konnte Bernd Schlüter zum 2:0 verwerten (17.). Und nur einige Minuten später erzielte Lucas Morzonek mit einem Kopfball aus 16 Metern das 3:0 (24.). Die Hülser gaben aber nicht auf und kamen so in der 31. Spielminute zum verdienten Anschlusstreffer. Sinan Kurt probierte es mit einem Distanzschuss, der noch abgefälscht wurde und deshalb unhaltbar zum 1:3 im Tor einschlug. Nach dem Seitenwechsel übernahm der Gastgeber das Kommando und spielte den Bundesligisten an die Wand. Sinan Kurt hatten den zweiten Treffer auf dem Fuß, jedoch scheiterte er mit seinem Schuss am Pfosten. Und wenn es nicht das Aluminium war, dann rettete Münster-Keeper Lukas Toboll die Führung für seine Mannschaft. Erst behielt er nach einer Ecke die Nerven gegen VfB-Verteidiger Alexander Kallhoff und nur kurze Zeit später parierte er glänzend den starken Schuss von Sinan Kurt. Die Entscheidung fiel zehn Minuten vor dem Abpfiff. Nach einer Flanke stand der eingewechselte Julian Sammerl frei in der Mitte und nickte zum 4:1-Endstand für Preußen Münster ein. Nach der Begegnung war VfB-Coach Werner Platzer sichtlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Meine Jungs haben heute, vor allem in der zweiten Halbzeit, sehr gut gespielt. Wir haben es dem Favoriten aus Münster extrem schwer gemacht und dafür kann ich das Team nur loben.“. Der Blick richtet such nun auf den kommenden Sonntag, wenn der Landesligist den Spitzenreiter TSG Sprockhövel empfängt: „Mit einem Sieg können wir vielleicht doch nochmal oben angreifen“, so Platzer weiter. Mit einer ähnlichen Leistung wie gegen den Bundesligisten sind drei Punkte definitiv möglich.

VfB Hüls: Knop, Warnat, Kraus-Pollmann, Aldirmaz, Kallhoff, Lück (56. Akbaba), Wihan, Dana, Winkelbeiner, Kurt, KapusuzSC Preußen Münster: Toboll, Kampschulte (71. Heidemann), Graberg (71. Sommer), Link, Richter, Schuster, Temiz, Morzonek, Schlüter, Hunnenwinkel, Schwarzer