Juno bietet Sonder-Ferienangebot an, hat der Online-Kurs eine Zukunft?

dzJugend- und Kulturhaus Nordkirchen

Kinder und Jugendliche dürfen sich wieder im Juno treffen. Das Ferienprogramm ist in diesem Jahr aber etwas anders. Der Online-Ausbildungskurs ist derweil abgeschlossen. Hat er eine Zukunft?

Nordkirchen

, 16.06.2020, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Jugend- und Kulturzentrum Nordkirchen (Juno) öffnet wieder seine Türen. Nach langer Corona-bedingter Pause sind demnächst wieder persönliche Treffen im Juno möglich. „Da sind wir gerade noch in den Planungen, denn wir müssen für die Öffnung gewisse Voraussetzungen erfüllen“, sagt Juno-Mitarbeiter Simon Kneilmann.

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Dazu gehört unter anderem, stets zu kontrollieren, wie viele Kinder und Jugendliche sich in den einzelnen Räumen aufhalten. „Auch wir müssen eine Anwesenheitsliste führen, jede halbe Stunde die Türgriffe desinfizieren und regelmäßig lüften“, so Kneilmann. Wenn möglich, sollen sich die Kinder und Jugendlichen daher draußen aufhalten.

Viele Angebote sind weiterhin ausgesetzt

Einige Angebote, wie der Offene Treff, der Kindertreff, die Fußball- oder die Mädchen- und Jungengruppe, sind aber noch weiterhin ausgesetzt, sagt Kneilmann: „Viele Eltern möchten ihre Kinder da noch nicht wieder hinschicken.“ Das soll sich nach den Sommerferien jedoch ändern - „je nachdem, ob entsprechende, weitere Lockerungen dies hergeben“, so Kneilmann.

Die Sommerferien-Betreuung findet in diesem Jahr zudem nicht in gewohnter Form statt. „Sonst die Jahre war es so, dass Kinder sich vormittags und nachmittags für verschiedene, eintägige Programme anmelden konnten. In diesem Jahr bieten wir einzelne Projektwochen an. Diese Projekte gehen über mehrere Tage. Da sind jeden Tag die gleichen Betreuer und die gleichen Kinder“, erläutert Kneilmann.

Unter anderem gibt es Workshops und Projektwochen mit den Schwerpunkten Basteln, Hallensport, Kinderzirkus und Spiele für draußen.

Pilotprojekt: Jugendleiter-Ausbildung erstmals online absolviert

In den vergangenen Wochen haben ein Dutzend Jugendleiter-Aspiranten über das Juno die Jugendleiter-Ausbildung absolviert. Das ging jedoch nicht über persönliche Treffen, wie sonst üblich. In diesem Jahr ging das Juno mit einem zwölfteiligen Digital-Kurs an den Start. „Für unseren Referenten war das ein Pilotprojekt. Dafür hat es schon sehr gut funktioniert“, sagt Kneilmann.

Natürlich habe man vor Ort andere Möglichkeiten, den Kurs-Teilnehmern verschiedene Übungen oder dergleichen zu erklären, sagt Kneilmann. Dennoch sei das digitale Angebot auch in Zukunft weiterhin möglich. „Das hat uns viele Vorteile gegeben. So konnten wir zum Beispiel Grafiken super darstellen und alle Kurs-Mitglieder einbeziehen.“

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Nach den Digital-Kursen haben sich die Teilnehmer schon zweimal wieder für die sogenannten Praxistage getroffen. Am Samstag (20.6.) findet der letzte Praxistag statt. Dann erhalten die zwölf Teilnehmer voraussichtlich alle die Jugendleitercard (Juleica).

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