Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Jörg Wintjes nimmt zum letzten Mal auf der Trainerbank Platz

Fußball-Kreisliga A

Für Jörg Wintjes, Coach des Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne, ist das letzte Saisonspiel am Sonntag gegen Fortuna Seppenrade II gleichzeitig auch das letzte Spiel als Verantwortlicher der Mannschaft. Aber Wintjes hält der Eintracht weiterhin die Treue.

WERNE

von Von Dominik Gumprich

, 25.05.2011
Jörg Wintjes nimmt zum letzten Mal auf der Trainerbank Platz

Jörg Wintjes absolviert am Sonntag sein letztes Spiel als Eintracht-Coach.

Seinen Job als zweiter Vorsitzender nimmt er weiterhin war: „Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich hier das Handtuch werfe“, so Wintjes, der die Eintracht eineinhalb Jahre betreute. Es war die Vierfach-Belastung, die ihn zum Rücktritt bewegte. Der Job und die Familie, das Trainer- sowie Vorstandsamt, waren für ihn nicht mehr unter einen Hut zu bekommen. „Das geht dann irgendwann nicht mehr. Vor allem beruflich habe ich sehr viel zu tun. Außerdem werde ich jetzt 55 Jahre, da geht das auch gesundheitlich nicht mehr“, erklärt Wintjes seinen Schritt. Er hätte sich zwar vorstellen können, noch ein paar Jahre dranzuhängen, aber er habe jetzt andere Prioritäten.

Der Abgang seines Sohnes Kai zum FC Nordkirchen habe keinen Einfluss auf seine Entscheidung gehabt, auch darauf legt Wintjes Wert. „Kai soll auf eigenen Füßen stehen“, so der noch Übungsleiter. Ihm sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. Ein bisschen Wehmut sei schon dabei. Er werde die Mannschaft vermissen. „Charakterlich passt die Truppe wunderbar zusammen. Wir haben hier eine richtige Einheit geformt“, freut sich Wintjes. Mit „wir“ meint er sich und seinen Trainerkollegen Christoph Ostermann, den Wintjes aus der Jugendabteilung der Hammer SpVg holte. Die beiden bildeten ein gleichberechtigtes Trainergespann. „Die Zusammenarbeit mit Christoph war das Beste, was uns passieren konnte.“

Wintjes übernahm die Mannschaft zur Rückrunde 2009/2010 – mit nur acht Punkten. Sein größter Erfolg war dann der Gewinn des Relegationsspiels (3:0) gegen den B-Ligisten TuS Ascheberg II. Der Klassenerhalt war gesichert – in der Nachspielzeit. Wie es jetzt mit der Mannschaft weitergeht, dass weiß Wintjes noch nicht. Außer, dass 14 Spieler ihre Bereitschaft erklärt hätten, auch in der nächsten Saison bei der Eintracht zu kicken. Bislang verlassen nur Kai Wintjes und Hakan Baygeldi den Verein. Mit neuen Spielern sei man schon im Gespräch. In den Aufbau einer neuen Mannschaft sei Wintjes jedenfalls noch involviert. In die Trainersuche will er sich hingegen nicht einschalten. Das hätte seiner Meinung nach einen „faden Beigeschmack.“ Erster Ansprechpartner als Nachfolger wird Christoph Ostermann sein. „Es wird sicherlich noch in dieser Woche Gespräche geben. Mehr kann ich aber noch nicht sagen“, so Ostermann.

Lesen Sie jetzt