Inzidenz in NRW steigt wieder deutlich an - höchster Wert seit Wochen

Coronavirus

Die Zahl der neuen Ansteckungen im Januar und Februar war über Wochen kontinuierlich zurückgegangen. Nach einer Stagnation in den vergangen Tagen stiegen sie nun erstmals wieder deutlich an.

NRW

11.03.2021, 11:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Tagen der Stagnation steigt die Wocheninzidenz in NRW wieder an.

Nach Tagen der Stagnation steigt die Wocheninzidenz in NRW wieder an. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In den vergangen Tagen lagen die jeweiligen Werte der Wocheninzidenz auf einem konstanten Niveau. Die Unterschiede zum Vortag waren meist sehr gering. Am Donnerstagmorgen ist die Wocheninzidenz aber nun zum ersten Mal wieder deutlich gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) lag die landesweite Inzidenz bei 69,9 - was eine Differenz von 4,6 zum Vortag bedeutet. Zuletzt lag die Inzidenz in NRW am 8. Februar ähnlich hoch (72,4). Seitdem war der Wert gesunken und zuletzt stagniert.

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Auch die Zahl der Neuinfektionen in NRW ist im Vergleich zum Mittwoch wieder stärker gestiegen: 3.016 Menschen im Land haben sich binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. 78 Menschen sind im selben Zeitraum an dem Virus gestorben.

Im Bundesvergleich lässt sich am Donnerstag ein ähnlicher Trend feststellen. Die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bei 69,1 (Vortag: 65,4). Binnen eines Tages wurden zudem 14.356 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 2444 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der neuen Ansteckungen im Januar und Februar war auch deutschlandweit über Wochen deutlich zurückgegangen.

Lockerungen als Ursache für den Anstieg eher unwahrscheinlich

Dass der Anstieg der Wocheninzidenz mit den Lockerungen zusammenhängt, die seit Anfang dieser Woche gelten, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen und in der Folge einem positiven Testergebnis, das den Gesundheitsämtern gemeldet wird, vergehen in der Regel deutlich mehr Tage, als die von Montag bis Mittwochnacht. Ein möglicher Zusammenhang mit den ansteckenderen Virus-Varianten gilt hier als wahrscheinlicher.

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Ein Anstieg der Inzidenzen ist auch in den einzelnen Landkreisen in NRW zu beobachten. Der höchste Wert wurde am Donnerstag mit 141,4 im Märkischen Kreis registriert (Vortag: 133,1). In Herne lag er am Donnerstag bei 133,0 (Vortag: 118,2), im Landkreis Düren bei 130,4 (Vortag: 116,8). Die wenigsten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner wurden in Bielefeld gezählt: 33,2. (Vortag: 29,3). Im Kreis Höxter lag der Wert am Donnerstag bei 33,5 (Vortag: 32,8).

rej mit dpa und RND

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