Hunde-Expertin schützt vor schmerzhaften Fehlern

Bei Kindern und Erwachsenen

Vielleicht ist die Geschichte vom Zusammenleben der Zwei- mit den Vierbeinern eine Geschichte der Missverständnisse. Begegnungen der unverhofften Art, weiß die 32-jährige Hülserin Nina Weiche, können dramatisch enden, obwohl niemand das will, auch nicht der Hund.

MARL

von Von Robert Klose

, 28.02.2012, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Julien und Joel Maurice haben ihre Angst überwunden. Se gehen entspannt mit Boomer (hinten) und Bali um. Foto: Klose

Julien und Joel Maurice haben ihre Angst überwunden. Se gehen entspannt mit Boomer (hinten) und Bali um. Foto: Klose

 Ein Kind geht zur Schule, plötzlich taucht ein Hund auf. Das Kind dem Tier direkt scharf in die Augen starren. Für den Hund ist das eine Provokation. Artgenossen suchen Blickkontakt, unmittelbar bevor sie angreifen. Besser wäre es, einfach zur Seite wegzugucken. Und das ist nur einer von vielen folgenschweren Irrtümern. Es gibt weitere - etwa, das panische Weglaufen, das beim Hund den Jagdinstinkt auslöst. Oder das ängstliche Hochreißen der eigenen Hände, wenn der Hund daran schnuppert. Das animiert ihn zum Hochsteigen. Steht ein Hund Zähne fletschend vor dem Menschen oder kommt mit vollem Tempo auf ihn zugerannt, gibt es einen letzten Ausweg. Der Mensch kniet sich hin, igelt sich ein, „macht ein kleines Päckchen“. Klappt das nicht, kann er sich auch flach auf den Bauch legen und so seine Frontpartie und sein Gesicht vor schweren Attacken schützen. Woher Nina Weiche das alles weiß? Solange sie denken kann, lebt sie mit Vierbeinern zusammen, fühlt sich wohl dabei, wurde bis heute nie gebissen. Nicht nur die Tierliebe trieb sie dazu, sich in Essen zur Hunde-Psychologin weiterzu bilden: „Wenn ich meinen Sohn zur Schule bringe, sehe ich, wie Kinder sich ständig gegenüber Hunden falsch verhalten.“ Das zu ändern, ist eine der Geschäftsideen, mit denen sich die Hülserin jetzt selbstständig macht. Am 19. März ist in der Canisiusschule Premiere: Dann geht die Hunde-Expertin zum ersten Mal in eine Klasse und erklärt den Kindern, wie Missverständnisse mit Hunden einfach zu vermeiden sind. Ihre Preise sind volkstümlich: 45 Minuten Unterricht kosten pro Klasse zwölf Euro. Was Nina Weiche noch zu bieten hat, auch für erwachsene Ratsuchende, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der MARLER ZEITUNG.  

Kontakt zur Hundepsychologin Nina Weiche: ( 0 23 65 / 93 16 20