Hotelneubau in Nordkirchen: Gemeinde veröffentlicht aktuelle Pläne

dzNeues Schwimmbad

Möglichst zügig will die Gemeinde die planerischen Grundlagen für den Hotelneubau Am Gorbach schaffen. Das Hotel und das Schwimmbad sind nur zwei von vier Elementen des Projekts.

Nordkirchen

, 10.04.2020, 15:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kommt das Vier-Sterne-Hotel nach Nordkirchen, oder nicht? Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2016 blieb von dem Hotelneubau zwischen den Straßen Am Gorbach und Am Schloßpark bei vielen Nordkirchenern vor allem der Eindruck haften, dass das für die Schlossgemeinde riesige Projekt immer weiter verschoben wird.

Wie es im Detail um den geplanten Hotelneubau steht, kann ab sofort allerdings jeder öffentlich einsehen. Die Gemeinde Nordkirchen hat die Pläne für die betroffene Fläche jetzt öffentlich ausgelegt. Das heißt, jeder kann sich im Detail informieren und Bedenken oder Vorschläge einreichen.

Grundlegende Planung jetzt „möglichst zügig abschließen“

Die Gemeinde wolle das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans jetzt „möglichst zügig abschließen“, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt.

Zehn Seiten ist die Projektbeschreibung lang, zu ihr gehören auch Erläuterungen zum geplanten Hallenbad, einem Gebäude für die Erweiterung der Oberstufe der Johann-Conrad-Schlaun-Schule (JCS) und die Fortbildungsakademie für das Finanzministerium NRW, die auf derselben Fläche entstehen soll.

So sieht der aktuelle Plan für die Fläche am Gorbach aus. Auf ihr sollen das Hotel, die Fortbildungsakademie des Finanzministeriums, das Hallenbad und Unterrichtsräume für die Gesamtschule entstehen.

So sieht der aktuelle Plan für die Fläche am Gorbach aus. Auf ihr sollen das Hotel, die Fortbildungsakademie des Finanzministeriums, das Hallenbad und Unterrichtsräume für die Gesamtschule entstehen. © Gemeinde Nordkirchen

Das schreibt der Projektentwickler zu den einzelnen Gebäuden:

1. Die Erweiterung der Oberstufe befindet sich in einem dreigeschossigen Gebäude im westlichen Teil der Fläche und bietet Platz für zwölf Klassenräume für circa 280 Schüler mit entsprechenden Nebenflächen.

2. Das Schwimmbad setzt sich aus der überhöhten Schwimmhalle sowie dem nördlichen zweigeschossigen Anbau im Norden zusammen. Im Anbau befinden sich der Eingang sowie die erforderlichen Nebenflächen für den Betrieb des Schwimmbads. Im Obergeschoss ist ein direkter Übergang zum benachbarten Hotel angedacht. In der Schwimmhalle sind ein 25-Meter-Becken und zwei Lernbecken vorgesehen. Es handelt sich um ein zweckmäßiges Schwimmbad.

Jetzt lesen

3. Das Hotel wird beschrieben als „länglicher dreigeschossiger Baukörper. Zentral im Erdgeschoss befindet sich das einladende Foyer, von dem sich in den seitlichen Flügeln diverse Allgemeinflächen des Hotels erstrecken. Von hier aus gelangt man in die Obergeschosse (1.OG + 2.OG + Staffel) und somit in die Gästezimmer (circa 110 Stück)“.

4. Die Fortbildungsakademie setzt sich aus insgesamt vier Gebäuden zusammen. Auf der Ecke Schloßstraße / Am Gorbach liegt das repräsentative dreigeschossige Schulgebäude (Erwachsenenbildung) mit Kantine und entsprechenden Nebenflächen. Im Hintergrund befinden sich die anderen ebenfalls dreigeschossigen Gebäude, welche als Wohn-/Schlafbereiche für die Fortbildungsteilnehmer bestimmt sind. Das Gebäudeensemble ist im Karree angeordnet, so dass im Inneren eine parkähnliche Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht.

Jetzt lesen

Vom 9. April bis einschließlich 25. Mai werden die Pläne und Beschreibungen öffentlich ausgelegt, kündigt die Gemeinde an. „Die veröffentlichten Unterlagen können aufgrund der derzeitigen eingeschränkten Öffnungszeiten des Rathauses durch die Corona-Pandemie nach vorheriger Terminabsprache eingesehen werden bzw. im Internet auf der Homepage der Gemeinde Nordkirchen heruntergeladen werden“, schreibt das Bauamt der Gemeinde Nordkirchen in einer Mail an die Redaktion.

Das Projekt befinde sich aktuell im Zeitplan, erklärt Dietmar Bergmann. Bei einer Bauzeit von 24 bis 30 Monaten rechnet der Projektplaner Premero mit einer Fertigstellung im Jahr 2023. Ziel der Gemeinde sei es, die planerischen Grundlagen so weit vorzubereiten, dass ein Bauantrag beim Kreis zügig bearbeitet werden könne.

Alle Bedenken und Vorschläge zu den Plänen, die jetzt ausliegen, werden im nächsten Schritt im Rat der Gemeinde diskutiert und - je nach Inhalt - in die Planung aufgenommen.

Lesen Sie jetzt