Hochschule für Finanzen hat zwei besondere Ansätze in der Coronakrise

dzHSF Nordkirchen

Bereits seit dem 16. März ist der Präsenzunterricht an der Hochschule für Finanzen in Nordkirchen ausgesetzt. Jetzt steht eine Rückkehr zur „Normalität“ an - ein Stück weit zumindest.

Nordkirchen

, 18.08.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bild ist seit Monaten fast unverändert: Viele Plätze auf den Parkflächen der Hochschule für Finanzen sind leer. Und auch aus dem Ortsbild sind die Studentinnen und Studenten quasi verschwunden. Wie meistert die Hochschule die Coronakrise?

„Der Präsenzbetrieb ist seit dem 16. März ausgesetzt. Die erforderlichen Prüfungen wurden allerdings an fünf bzw. sechs Standorten unter Beachtung der Vorgaben der Corona-Schutzverordnung in Präsenz durchgeführt“, sagt Hochschul-Leiterin Claudia Potthoff-Kowol.

Unterricht habe in den vergangenen Monaten aber dennoch stattgefunden. „Die Studierenden werden an der Hochschule schon seit Jahren mit Beginn ihres Studiums standardmäßig mit iPads ausgestattet. Das hat es uns ermöglicht digital zu unterrichten“, sagt die Leitung. Sie kündigt zugleich eine Rückkehr von Studenten nach Nordkirchen an. Im September startet die Hochschule mit einem eigenen Konzept. Das Grundstudium IV reist dabei am 31. August an, das Grundstudium I am 2. und 3. September.

Hälfte der Studierenden wird künftig in wochenweisem Wechsel unterrichtet

Das Konzept sieht dabei vor, dass jeweils die Hälfte der Studierenden in wochenweisem Wechsel an den Standorten der Hochschule in Präsenz unterrichtet wird. So können nach Aussage von Claudia Potthoff-Kowol „in den Lehrsälen die erforderlichen Abstände eingehalten werden. Dies dient dem größtmöglichen Schutz der Studierenden und der Lehrenden“. Die andere Hälfte der Studierenden nehme über Webex-Meetings (Videokonferenzen) am laufenden Präsenzunterricht teil.

In konkreten Zahlen bedeutet das, dass bis auf Weiteres nur die Hälfte der Studierenden (also rund 730) gleichzeitig vor Ort sein wird. Das Professoren- und Dozentenkollegium wird jedoch in gewohnter Anzahl vor Ort unterrichten. Für alle gelten neue Regeln bei der Verpflegung.

Vorbereitete Tabletts statt Speisen in Buffetform

„In der Mensa gibt es keine Speisen in Buffetform. Frühstück und Abendverpflegung werden in Form von Verpflegungstüten oder vorbereiteten Tabletts ausgegeben. Die Tische und Stühle in der Mensa werden so platziert, dass der erforderliche Sicherheitsabstand eingehalten wird“, sagt Claudia Potthoff-Kowol.

Für die Mahlzeiten werde den Studierenden zu einer vorgegebenen Essenszeit ein Sitzplatz zugewiesen. „Tische und Stühle werden nach jeder Belegung desinfiziert.“ Zudem sind Markierungen angebracht für den Wartebereich und den Mensadurchlauf. Dabei setzt auch die Hochschule auf ein Einbahnstraßensystem.

Ein gutes Zeichen für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes. Denn auch in den vergangenen Wochen und Monaten ist der Mensabetrieb weitergelaufen. „Die Mensa hat unter anderem die Verpflegung der rund 170 Verwaltungsmitarbeiter sowie der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer unter Beachtung der besonderen Hygienevorschriften sichergestellt“, sagt die Hochschulleitung.

Keine Maskenpflicht in den Lehrsälen der Hochschule

Sie verweist auf „stetig verändernde rechtliche Vorgaben sowie spezielle Hygienevorschriften“, die das gesamte Team der Hochschule gefordert habe

Weitere Maßnahmen des Hygienekonzeptes sind die Unterbringung von Studierenden in Einzelzimmern. Zudem ist eine Mund-Nase-Bedeckung in den Gebäuden zu tragen - soweit der Sicherheitsabstand zu anderen Personen nicht eingehalten wird.

Im Gegensatz zur Regelung an den NRW-Schulen kann auf den Sitzplätzen in den Lehrsälen die Mund-Nase-Bedeckung abgenommen werden.

Hat es an der Hochschule für Finanzen trotz des umfassenden Maßnahmenpaketes Corona-Fälle gegeben? „In Nordkirchen hat es bisher keinen nachgewiesenen Fall gegeben“, sagt Claudia Potthoff-Kowol.

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