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Praktikum hat viel gebracht

HERBERN Die Schülerinnen und Schüler der Theodor-Fontane Schule zeigen, was sie während ihres dreiwöchigen Praktikums gelernt haben. Während dieser Zeit schnupperten sie in unterschiedliche Berufe rein.

von Von Bettina Nitsche

, 21.11.2007
Praktikum hat viel gebracht

Besa, Melanier und Lisa absolvierten ihr Praktikum in Bäckereien. Am Dienstag zeigten sie in der schuleigenen Küche, was sie gelernt hatten.

Ein schabendes Geräusch ist zu hören, als Marius den Hobel ansetzt und ein kleines Stück Holz damit bearbeitet.

Praktikum statt Schulbank

Thorsten, Christopher und Kevin tun es ihm gleich. Statt die Schulbank zu drücken stehen die vier Jungen aus der neunten Klasse an diesem Morgen im Werkraum der Theodor-Fontane-Schule und geben anschaulich ihr erworbenes Wissen im Rahmen eines dreiwöchigen Praktikums an die Mitschüler der Klassen acht und sechs weiter.

  Nebenan stehen Christoph, André, Philipp und Simon und demonstrieren anhand eines Motors, was der KFZ-Beruf so mit sich bringt. Die Jungen haben sich ihre Praktikumsplätze selber gesucht ebenso wie die Mädchen der neunten Jahrgänge. Sie alle schnupperten in unterschiedliche Berufe, einige absolvierten ein Praktikum beim Friseur, andere als Erzieherin, wieder andere in der ITS-Branche oder beim Bäcker.

Erfahrungen aufgearbeitet

Ihre Erfahrungen haben die Schüler sorgfältig aufgearbeitet und in einer Ausstellung anschaulich an großen Stellwänden dargestellt und erstmals in einem Projekttag den Mitschülern zugänglich gemacht. „“Die Berufsorientierung spielt bei uns eine große Rolle“, erzählt Eva-Maria Hendricks, Klassenlehrerin der 9a. Gemeinsam mit Ingrid Konkol (9) hat sie ihre Schüler während des Praktikums begleitet.

Stolz sind beide vor allem darauf, dass ihre Zöglinge diesen Projekttag weitestgehend komplett alleine gestaltet haben. „Auf diese Weise arbeiten sie ihr Praktikum nach, und gleichzeitig ist es für die jüngeren Schüler eine Vorbereitung auf deren Praktikumszeit“, erklärt Ingrid Konkol.

Intensive Vorbereitung

Das dreiwöchige Praktikum und die intensive Auseinandersetzung damit während der Vorbereitung des Projekttages haben den Schülern viel gebracht. „Einige stellten fest, dass der Beruf, den sie sich ausgesucht haben, nicht das Richtige ist, andere lernten ihre Grenzen kennen, aber alle erfuhren viel über ihre Fähigkeiten“, so Hendricks, die auch Berufswahl-Koordinatorin an der Hauptschule in Herbern ist. Besonders stolz ist das Lehrerduo, dass sich ihre Schüler alle selbst um einen Praktikumsplatz bemüht haben und vor allem darauf, dass alle durchgehalten haben. „Die Praktikumszeit verlief ohne Komplikationen“, berichtet Hendricks.

Vorstellungsgespräche geübt

Die Schule arbeitete in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen intensiv am Thema Berufswahl. Vorstellungsgespräche werden geübt, Bewerbungsmappen erstellt, zwei Praktika werden in der Schulzeit absolviert, Praktikumsbescheinigungen gesammelt. Bestens gewappnet können die Schüler die Lehrstellensuche angehen.

„Und manche kommen sogar über das Schulpraktikum an eine Stelle“, ist Hendricks stolz. Andere verschaffen sich dadurch Klarheit. So wie Thorsten, Kevin und Christopher, die sich nach den drei Wochen nun sicher sind, dass das Tischlerhandwerk das Richtige für sie ist. Marius hingegen hat für sich festgestellt, dass er gerne beim nächsten Praktikum auch noch etwas anderes ausprobieren möchte.

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