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Hier steht ein vergessenes Stück Bergbaugeschichte

Altes Teufgerüst

Unweit von Herbern ragt ein Metallgerüst über die Baumkronen: In der Bauerschaft Nordick steht ein Erinnerungsstück Bergbaugeschichte, ein Teufgerüst. Bis vor einem Jahr wurde es sogar noch genutzt - 2013 war dann Schluss. Hier erfahren Sie, was es mit dem Gerüst auf sich hat und wo es sich befindet.

Herbern

, 27.06.2014

Die Zeche Radbod ist seit fast einem Vierteljahrhundert geschlossen. In Nordick steht ein echtes Denkmal der Bergbaugeschichte, das bis 2013 sogar noch aktiv genutzt wurde. "Einmal pro Jahr wurde es befahren", bestätigt der Werner Bergbau-Experte Peter Voß. Doch dann wurden die beiden Schächte 5 und 6 befüllt. 

Damals verfielen die Aussichten auf ein modernes Bergwerk. Herbern ist zwar reich an Kokskohle (100 Millionen Tonnen sollen sich unter der Erde befinden), aber ein privater Investor tat sich nicht auf. Das Gerüst ist immer noch im Besitz der Ruhrkohle AG (RAG), wie der Sprecher der Montan Immobilien GmbH der AG in Essen bestätigen konnte. Der Schacht wurde 1986 mehr als 1300 Meter tief eingegraben. Das nennen die Bergbauarbeier "Abteufeln." Daher auch die Bezeichnung "Teufgerüst".

auf einer größeren Karte anzeigen  Die Idee, Erdwärme statt Kohle zu fördern, steht noch ein wenig im Raum. Auch die RAG hat bisher nur eine bis Anfang August andauernde Aufsuchungserlaubnis. Das Unternehmen möchte das noch bis 2017 verlängernd in Anspruch nehmen. Christoph Söbbeler, Unternehmenssprecher, gab an, dass es noch offen sei, ob Bohrungen stattfinden werden. So oder so: jede Bohrung müsste genehmigt werden. Frank Schwarz von der RAG meint, dass das Teufgerüst eventuell auch verkauft werden könnte. "Unser Schwesterunternehmen Mining Solutions wird es verkaufen, wenn es Interessenten gibt."  

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