Heinrich Kappenberg feierte Abschied von Kinderheilstätte

NORDKIRCHEN Auf eine 31-jährige Beschäftigung in der Kinderheilstätte kann Heinrich Kappenberg ganz entspannt zurückblicken. Bei seinem Abschied gab es Anlass einiges Revue passieren zu lassen. Alles begann 1977 und mit einem grünen Bollerwagen.

von Von Tobias Heitkamp

, 13.07.2008, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der kaufmännische Leiter Thomas Pliquett (l.) übergab zusammen mit Schwester Maria Albertis (r.) ein Fotoalbum an den scheidenen Mitarbeiter Heinrich Kappenberg.

Der kaufmännische Leiter Thomas Pliquett (l.) übergab zusammen mit Schwester Maria Albertis (r.) ein Fotoalbum an den scheidenen Mitarbeiter Heinrich Kappenberg.

Genau erinnern kann er sich noch an seine Anfänge 1977. „Damals mussten wir noch alles mit der Hand machen“, erzählt Kappenberg, der von allen nur „Heiner“ gerufen wird. Zur damaligen Zeit gab es nur einen großen grünen Bollerwagen, mit dem alles erledigt wurde. Egal ob Essen, Wäsche oder Müll – einfach alles wurde damit transportiert.

Technischen Umschwung gab es für Heiner Kappenberg und seine Kollegen erst drei Jahre später. 1980 kam der erste Elektrowagen, der die Arbeit erleichtern sollte. Der kaufmännische Leiter Thomas Pliquett weiß allerdings, dass es anfangs mit dem neuen Wagen nicht ganz so einfach war: „Wir hatten zwei Mitarbeiter im Auslieferungsdienst, aber nur ein Fahrzeug. Daher mussten wir sehen, dass nicht immer nur einer den Wagen fährt.“ Als die Außenwohngruppe „Zauberfiedel“ auf der Mauritiusstraße im Jahre 1998 dazu kam, schaffte die Kinderheilstätte ein zweites Fahrzeug mit Elektroantrieb an.

"Ohne Heiner geht gar nichts"

An Kappenbergs Verabschiedung fand Pliquett die passenden Worte: „Er war allzeit bereit und er ist immer gefahren.“ Nach der Dienstzeit in der Kinderheilstätte, die sich über drei Jahrzehnte erstreckte, folgt nun eine ruhigere und weniger körperlich belastende Arbeit in den Caritas-Werkstätten. Mitarbeiter der Küche, des Kindergartens und der Schule führten ein mit viel Witz gefülltes Stück vor. Sie versteckten sich hinter einem Laken, hinter dem sie hin und wieder hervorschauten um über Kappenbergs Berufsleben zu erzählen. Fest stand am Ende: „Ohne Heiner geht hier nichts!“

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