Harte Vorwürfe gegen den VRR: Werbung mit dunkelhäutigem Jungen für das „Schokoticket“

Schokoticket

Der VRR wirbt mit einem dunkelhäutigen Jungen für das „Schokoticket“. Dafür ist der Verkehrsverbund nun massiv in die Kritik geraten. Der VRR hat darauf bereits reagiert.

NRW

05.06.2020, 14:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der VRR ist wegen einer Werbung für das „Schokoticket“ massiv in die Kritik geraten.

Der VRR ist wegen einer Werbung für das „Schokoticket“ massiv in die Kritik geraten. © picture alliance / dpa

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist wegen Werbung auf einem Faltblatt und im Internet mit dem Foto eines Jungen mit dunkler Hautfarbe in die Kritik geraten.

Der Verbund hatte damit sein Schülerticket, das sogenannte „Schokoticket“, beworben. „Auf allen Fotos sind ausschließlich weiße Menschen abgebildet. Nur beim „Schoko-Ticket“ ist es ein schwarzer Junge“, kritisierte der ARD-Sender „Cosmo“ bei Twitter.

Der Verkehrsverbund nahm nach der Kritik das Bild aus dem Internet und entschuldigte sich. Auch im gedruckten Faltblatt soll das Foto ausgetauscht werden.

Der VRR bedauere, dass Diversität „nicht in angemessener Form“ abgebildet worden sei, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Das Unternehmen lege großen Wert darauf, Gruppen und Personen nicht zu diskriminieren.

Schwarze Menschen e.V.: Motivwahl ist „rassistisch“

Ein Sprecher der Initiative Schwarze Menschen e.V. kritisierte die Motivwahl des VRR als rassistisch. Hier würden Menschen zu Objekten degradiert, es handele sich um Stereotype aus der Zeit des Kolonialismus. „Diese Darstellung zeigt, wie wenig Problembewusstsein bei den Firmen vorhanden ist“, sagte er. Zuvor hatte der WDR berichtet.

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