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Strom bringt Kohle

Haltern Strom aus der Sonne wird jetzt auf dem Dach der Joseph-Hennewig-Schule gewonnen. Der Erlös soll allen Halterner Schulen zugute kommen.

19.11.2007

Strom bringt Kohle

<p>Lions-Club-Präsident Werner Trogemann (l.) stellte begeistert fest, dass die ersten 105 Kilowattstunden bereits ins Netz der Stadtwerke eingespeist wurden. Steffe</p>

Die Photovoltaik-Anlage ist ein Geschenk des Lions Clubs Haltern. Dessen Präsident Werner Trogemann nahm jetzt die Anlage gemeinsam mit dem stellvertretenden Leiter der Joseph-Hennewig-Schule, Ludger Zander, offiziell in Betrieb. Finanziert wurde die Anlage durch Verkaufsaktionen und Spenden im Jahr 2006, als der Club 25-jähriges Bestehen feierte.

Es sollte etwas Besonderes sein, so lautete die Vorgabe an Hermann Lambernd und den "Activity Ausschuss". Nachhaltig sollte die Jubiläums-Spende sein, der Halterner Jugend zugute kommen und die Werbewirksamkeit des Lions Clubs unterstützen - eben etwas anderes als die üblichen Zuwendungen für konkrete Projekte wie den Umbau der Aula in der Erich-Kästner-Schule oder die Unterstützung der Halterner Tafel. "Mit der Photovoltaik-Anlage haben wir alle unsere Vorstellungen erfüllt", erklärte Lambernd zufrieden.

Die Solarzellen produzieren nicht nur nachhaltig Strom, sie bringen auch nachhaltig Geld, das jährlich und je nach Bedarf den Halterner Schulen zukommen soll. Der Hersteller gibt für die Anlage einen Jahresertrag von rund 2000 Kilowattstunden an. Das entspricht einer Vergütung von rund 1000 Euro pro Jahr, in guten Sommern sogar mehr.

105 Kilowattstunden

Dass die Anlage auf dem Dach der Joseph-Hennewig-Schule installiert wurde, hat ausschließlich technische Gründe. Die Neigung sowie die Südausrichtung des Dachs sind ideal, um Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen. Wie viel, dass können die Schüler auf einem Display im Foyer der Schule verfolgen. Bisher sind es 105 Kilowattstunden. "Wenn die Anlage so weiterläuft, hat sie sich bei ihrem Preis von 14 000 Euro rein rechnerisch in knapp 14 Jahren amortisiert", freut sich Trogemann.

Weitaus wichtiger sei jedoch der pädagogische Effekt. "Die Schüler sollen lernen, wie einfach es sein kann, CO² zu sparen und regenerative Energien zu nutzen." Zum Vergleich: Um die gleiche Menge Energie aus fossilen Brennstoffen zu gewinnen, würde gut eine Tonne CO² freigesetzt.

Möglich wurde die Installation der Photovoltaik-Anlage neben dem Engagement des Lions Clubs nicht zuletzt dank der Mithilfe einiger Unternehmen aus der Umgebung. Die Firma Elting Sanitärgroßhandel aus Dülmen hat die gesamte Anlage zu einem günstigen Preis geliefert, montiert wurde sie kostenlos von der Halterner Firma Elektro Gerdes. Die Beschriftung des Displays spendierte die Firma Fimpeler.

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