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Rettungsdienste trainierten bei Großübung die Zusammenarbeit

Vier Gruppen dabei

Der Notruf war von der Rettungszentrale weitergeleitet worden. Wenige Minuten später sind Feuerwehr, THW, DLRG und die Malteser vor Ort. Aber wie arbeiten eigentlich die anderen Rettungsdienste? Die Antwort auf diese Frage gab die große gemeinsame Übung der Rettungsdienste am Samstag.

HALTERN

von Von Stefan Gewecke

, 22.05.2011

„In dieser Übung geht es nicht in erster Linie um das Rettungshandwerk“, erklärte Christoph Deitermann von der Feuerwehr. „Die Mitarbeiter der verschiedenen Rettungsdienste sollen sich kennenlernen. Sie sollen sehen und erleben, wie die anderen Dienste arbeiten.“

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Großübung der Rettungsdienste

THW, DLRG, Feuerwehr und die Malteser haben in einer Großübung die Arbeitsweisen der verschiedenen Rettungsdienste kennengelernt.
22.05.2011
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Beim Feuerwehrhaus in Lavesum stand das gezielte Löschen eines Brandes mit dem Feuerlöscher auf dem Programm.© Foto: Stefan Gewecke
Im Hauptquartier bei der DLRG am Strandbad wurde die Großübung zentral überwacht.© Foto: Stefan Gewecke
Beim Feuerwehrhaus in Lavesum stand das gezielte Löschen eines Brandes mit dem Feuerlöscher auf dem Programm.© Foto: Stefan Gewecke
Beim Feuerwehrhaus in Lavesum stand das gezielte Löschen eines Brandes mit dem Feuerlöscher auf dem Programm.© Foto: Stefan Gewecke
Die VIP-Gruppe mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Hltrud Schlierkamp auf der Beobachtungstour von Übungsstation zu Übungstation.© Foto: Stefan Gewecke
Unfallopfer Maren Schniederjann balanciert die Wasserschüssel auf ihrem Bauch.© Foto: Stefan Gewecke
Die Wasserschüssel auf dem Bauch des vermeintlichen Opfers durfte beim Weg durch den Hindernisparcours nicht überschwappen.© Foto: Stefan Gewecke
Die Wasserschüssel auf dem Bauch des vermeintlichen Opfers durfte beim Weg durch den Hindernisparcours nicht überschwappen.© Foto: Stefan Gewecke
© Foto: Stefan Gewecke
Beim THW an der Annabergstraße musste Patient Lukas über den Graben gebracht werden.© Foto: Stefan Gewecke
Beim THW an der Annabergstraße musste Patient Lukas über den Graben gebracht werden.© Foto: Stefan Gewecke
Realitätsnah schauspielerten Lara Tabbert
und Anna Staschenuk die Unfallopfer bei der DRK an der Recklinghäuser Straße.© Foto: Stefan Gewecke
Realitätsnah schauspielerten Lara Tabbert und Anna Staschenuk die Unfallopfer bei der DRK an der Recklinghäuser Straße.© Foto: Stefan Gewecke
Realitätsnah schauspielerten Lara Tabbert und Anna Staschenuk die Unfallopfer bei der DRK an der Recklinghäuser Straße.© Foto: Stefan Gewecke
Bei der DLRG am Strandbad gab es schon einmal nasse Füße bei der Bergung des Verletzten an den Strand.© Foto: Stefan Gewecke
Bei der DLRG am Strandbad gab es schon einmal nasse Füße bei der Bergung des Verletzten an den Strand.© Foto: Stefan Gewecke
Die nassen Füße bei der Rettung wurden aber humorvoll in Kauf genommen.© Foto: Stefan Gewecke
Einigkeit herrschte am Ende der großen gemeinsamen Übung der Rettungsdienste am Hauptquartier der DLRG am Strandbad beim gemeinsamen Essen: Es war ein gelungener Testlauf.© Foto: Stefan Gewecke
Schlagworte Haltern

Jeder Rettungsdienst hat seinen Schwerpunkt. Die Feuerwehr kennt sich mit Feuer aus, die DLRG eher mit Wasser, die Malteser sind besonders gut in der Versorgung von Verletzten und das THW beherrscht die Technik. Aber im Ernstfall müssen alle diese Dienste zusammenarbeiten. Dann ist es wichtig, die Arbeitsweise und Handlungsprioritäten der Kollegen zu verstehen.

Startpunkt der Gemeinschaftsübung war um 13 Uhr am Lippspieker. Erst hier wurden die rund 100 Helfer über ihren Einsatz informiert. Und hier wurden dann auch, erstmals in der Geschichte der Rettungskräfte, acht Gruppen gebildet, die sich aus Helfern aller Gruppen zusammensetzten. Wie bei einem richtigen Einsatz wurden die Einsatzorte nicht benannt, sondern nur GPS-Koordinaten ausgegeben, die die acht Gruppen nun ansteuern mussten. So musste am Feuerwehrhaus Lavesum ein Brand gelöscht werden. Die Feuerwehr ist unterwegs, die Helfer vom THW sind aber schon vor Ort. Jetzt gilt es schnell und entschlossen zu handeln und nicht erst abzuwarten, bis „die Profis“ da sind. Da sollte man zum Beispiel schon wissen, wie ein Feuerlöscher funktioniert.

Auf dem Gelände der Malteser am Schultenbusch galt es eine verletzte Person per Trage zu bergen. Das alleine wäre für gestandene Rettungshelfer keine echte Herausforderung. Also hatten die Malteser einen Hindernisparcour aufgebaut, über den das Unfallopfer Maren Schniederjann geborgen werden musste. Die Wasserschüssel, die sie dabei auf ihrem Bauch balancierte, durfte natürlich nicht überschwappen. Beim THW an der Annabergstraße stand ein großes Gerüst. Hier galt es einen Verletzten über einen drei Meter tiefen Abgrund in das gegenüberliegende zweite Haus zu befördern. Die Klappleiter musste über den Graben gelegt und gesichert werden, Patient Lukas Herrmann-Sandkühler im Schleifkorb festgezurrt und dieser dann über die so entstandene Brücke gezogen werden.

Bei den Maltesern am Haus des DRK an der Recklinghäuser Straße hatten zwei Personen einen Stromschlag bekommen. Wie schon in vielen Übungen bundesweit schauspielerten Lara Tabbert und Anna Staschenuk vom Jugendrotkreuz die Verletzten. Die DLRG simulierte an ihrem Hauptquartier am Strandbad die Bergung und den Abtransport eines Verletzten aus dem Boot an den Strand. Dass es dabei schon einmal kalte Füße gab, wenn das Seewasser in die Rettungsstiefel lief, war Teil der Übung. Kein Problem aber, denn am Strandbad war gleichzeitig Hauptquartier und Endpunkt der gemeinsamen Rettungsübung. Nun konnten bei Bratwurst und Kartoffelsalat ein Resümee gezogen werden: „Bei Notruf eins-eins-zwo wissen alle Rettungskräfte, was zu tun ist, und nicht nur, was das eigene Fach angeht!“ 

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