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Neuer Bahnhof im Bergwerk

Auguste Victoria

Mit einem neuen Bahnhof ist Lippramsdorf wieder ans Schienennetz angeschlossen. Allerdings rollen die Züge unterirdisch - in über einem Kilometer Tiefe.

von Von Elisabeth Schrief

, 21.05.2011
Neuer Bahnhof im Bergwerk

Volker Prag (l.) und Dieter Sobbe begutachten die gelagerten Materialien im neuen Bahnhof der AV.

Mit hohem Aufwand baute das Bergwerk Auguste Victoria einen sogenannten Material-Puffer-Bahnhof auf der sechsten Sohle, 1130 Meter tief unter der Freiheit. Die Strecke verläuft auf einer Länge von 925 Metern fast parallel zur Lippramsdorfer Straße Richtung Lippe. Einen solchen Bahnhof hat es im Bergwerk bisher nie gegeben. „Er ist sehr wichtig für AV. Denn er spart durch das Vermeiden unnötiger Materialtransporte erhebliche Kosten“, erklären Abteilungsleiter Detlev Behnke und Hartmut Gründler die Bedeutung des unterirdischen Bauwerks.

Hier lagert AV einfach alles, von der Rohrleitung bis zur Schraube, kurzfristig ein, um das gesichtete Material dann wieder in den nächsten Abbaubetrieb zu verschieben. Über einen so genannten Rückgewinnungsplanungsrechner wird der Materialfluss verwaltet. Detlev Behnke: „Der Bahnhof bildet den Puffer zwischen den Einsatzorten. Deshalb nennen wir ihn auch Material-Puffer-Bahnhof. Er ist keine Reparatur-Werkstatt. Zwischen sieben und zehn Bergleute fahren täglich diesen außergewöhnlichen Arbeitsplatz an.

Die Idee entwickelte AV 2009. Eine große Herausforderung stellte die Suche nach einer Strecke nahe dem Baufeld 50 (Tannenberg/Eppendorf) dar. Martin Groote, Reviersteiger im Bereich Logistik, erläutert warum: „Die Strecke sollte lang genug sein, um möglichst viele unterschiedliche Materialarten lagern zu können. Der Querschnitt sollte groß genug sein, um einen Betrieb mit Dieselkatzen von allen Betriebspunkten zu ermöglichen. Und der Bahnhof sollte auch noch schachtnah sein.“ Von der Planung bis zur Inbetriebnahme vergingen zwei Jahre. Für AV gut investierte Zeit. Martin Groote: „Das Ergebnis ist besser als erwartet.“

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