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Friedliche Partymeile im Westuferpark und am Silbersee

1. Mai

Ein schöner 1. Mai: Sonne satt, viele Menschen unterwegs, vor allem junge, fröhliche Jugendliche, die mit Licht- und Musikanlagen auf dem Bollerwagen durch die „Weltgeschichte“ zogen. Überwiegend Richtung Westuferpark oder Silbersee. Die Schreckensmeldungen blieben in diesem Jahr bis Redaktionsschluss aus. Ganz traute die Polizei dem Frieden aber noch nicht.

HALTERN/SYTHEN

von Von Claudio Helmer, Mark Pillmann und Elke Rüdiger

, 01.05.2011

„Wir haben erst 20 Uhr, wer weiß was noch kommt“, hieß es von der Polizei. Das Argument, „Montag beginnt früh die Schule, auch das Büro ruft wieder“, überzeugte sie nicht ganz. Es war wesentlich ruhiger als in den vergangenen Jahren. Das war das Fazit gegen 20 Uhr von Polizei und Sicherheitsdienst. Auch wenn es auch an diesem 1. Mai nicht ganz ohne Randale, Schlägerei, betrunkenen (nicht nur) Jugendlichen ablief.

Um 14 Uhr braute sich etwas zusammen, doch das dauerte nicht lange an. Die Schlägerei, zu der die Polizei zum Silbersee gerufen wurde, hatte sich „in Luft aufgelöst“. Die verstärkte Jugendamt- und Polizeipräsenz hielt auch die wenigen gewaltbereiten Randalierer im Westuferpark in Schach. Mehr als 500 junge Leute feierten nahe des Stauseeufers. „Eine große Party, aber ruhig und friedlich“, bescheinigten auch die Nachbarn.

Roswitha und Hans Ossowski sind am Nachmittag extra aus Nottuln angereist um sich Haltern anzusehen und eine Wanderung um den See zu machen. Auch sie fühlten sich in keiner Weise belästigt. Bis zum Abend zeigten die Partygänger Umweltbewusstsein und sammelten ihren Müll zusammen. Gesittet verhielten sich ebenfalls die Partygänger am Silbersee II. Sie bewiesen, dass der 1. Mai nicht unbedingt Ausnahmezustand herrschen muss. Wo im Vorjahr noch Flaschen flogen, Schlägereien und Alkoholexzesse tobten, herrschte gestern „friedliche Feierstimmung“. Dazu beigetragen haben sicherlich regelmäßig durchgeführte Patrouillengänge der Ordnungshüter, Ausschreitungen wurden im Keim erstickt.

Relaxter zeigten sich auch die Camper. Waren im Vorjahr noch Stimmen zu hören, die sich über die laute Musik beklagten, wurden derartige Fragen jetzt mit einem Schmunzeln beantwortet: „Es ist schade, dass Sonntag ist“, sagte einer der Camper. „Ansonsten würden wir mitfeiern. Auch wenn mir eine Rockveranstaltung lieber wäre.“ Eine Urlauberin aus Wuppertal bedauerte, dass ihre Söhne schon vorgefahren seien: „Hätten sie gewusst, dass hier Party ist, wären sie sicher geblieben.“

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