Hallenbad in Nordkirchen bekommt sechsstellige Finanzspritze vom Land

dzSchwimmbad im Schlosspark

Das alte Hallenbad im Schlosspark befindet sich noch im Dornröschenschlaf. Ideen für eine Nachfolgenutzung gibt es. Und jetzt gab es vom Land auch noch eine ordentliche Finanzspritze.

Nordkirchen

, 24.10.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis 2015 wurde in der Halle geschwommen und Sport betrieben, danach war sie für einige Monate eine Notunterkunft für Flüchtlinge und jetzt soll die mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Sporthalle im Schlosspark Nordkirchen eine ganz neue Funktion bekommen. Welche das genau wird? „Es gibt zurzeit zwei Interessenten für eine Nachfolgenutzung“, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage der Redaktion. Und damit sagt er eigentlich noch nichts Neues. Denn dass es zwei potenzielle Investoren gibt, die jeweils sehr unterschiedliche Ideen haben, wie die alte Sporthalle in Zukunft genutzt werden könnte, ist schon seit Monaten bekannt.

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Für den potenziellen späteren Investor hat sich die Kostenkalkulation seit Donnerstag verbessert. Die Gemeinde Nordkirchen bekommt 170.000 Euro aus dem Denkmalförderprogramm 2020 des Landes Nordrhein-Westfalen. Den entsprechenden Förderbescheid hat Bürgermeister Dietmar Bergmann von der Bezirksregierung Münster übergeben bekommen.

Allerdings erklärt Bergmann im Gespräch mit der Redaktion, dass die 170.000 Euro nur einen Teil der Sanierungskosten für die Kombi-Halle im Schlosspark abdecke. Die Summe sei trotzdem „wichtig für den Erhalt des Gebäudes“, das ein „sanierungsbedürftiges Denkmal“ sei, erklärt der Bürgermeister.

Ein wichtiger Teil davon ist das Dach der Halle, das erheblichen Schaden nahm, als im Januar 2018 Sturmtief Friederike über Nordkirchen hinwegfegte. Teile des Flachdachs wurden abgerissen und heruntergeweht. Das Dach wurde im Anschluss repariert. Mit der Förderung von rund 170.000 Euro soll jetzt die denkmalgerechte Instandsetzung der Dachfläche folgen, wie die Bezirksregierung in einer Pressemitteilung erklärt.

In puncto Wirtschaftlichkeit sei das für die beiden Interessenten ein wichtiger Faktor, erklärt Bergmann. Die Ideen der potenziellen Investoren sehen einerseits vor, aus der Halle ein Wohn- und Bürogebäude zu machen. Die zweite Idee sieht wieder eine Sport- und Freizeitnutzung vor. Eine erneute Nutzung als Hallenbad ist allerdings nicht geplant. So oder so: In dem Gebäude müsse einiges saniert werden, so Bergmann. Da ist jede finanzielle Unterstützung hilfreich.

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Wann die Entscheidung fällt, welche der beiden Ideen umgesetzt wird, sei jetzt noch nicht absehbar, erklärt Dietmar Bergmann. In nichtöffentlicher Sitzung seien die Vorschläge der beiden Interessenten der Politik bereits vorgestellt worden. Derzeit sei die Gemeinde mit dem Land NRW in Abstimmungen für die zukünftige Nutzung und das damit verbundene Wegerecht. Das gesamte Verfahren „wird noch dauern“, macht Bergmann deutlich.

Wann die Entscheidung gefällt wird, welcher Interessent den Zuschlag bekommt, sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, fügt der Bürgermeister hinzu.

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