Hacker-Angriff legt Systeme der Ruhr-Uni Bochum lahm

Kriminalität

Die Ruhr-Universität in Bochum ist von Hackern angegriffen worden. Ziele waren die zentralen Systeme und die Infrastruktur der Universität. Das Ausmaß ist noch nicht klar.

Bochum

07.05.2020, 12:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Ruhr-Universität in Bochum hat einen Cyber-Angriff gegeben.

An der Ruhr-Universität in Bochum hat einen Cyber-Angriff gegeben. © picture alliance / Henning Kaiser

Ein Computerangriff hat das System der Ruhr-Universität in Bochum zum Erliegen gebracht. „Durch einen Computerangriff auf die zentrale Infrastruktur der RUB musste ein Großteil der IT-Infrastruktur außer Betrieb genommen werden. Daher steht eine Vielzahl von Systemen nicht zu Verfügung“, twitterte die Ruhr-Uni am Donnerstagvormittag. Zunächst hatte die WAZ darüber berichtet.

Seit Donnerstagmorgen 8 Uhr stehen die Systeme nach Angaben der Universität nicht mehr zur Verfügung. Die Verantwortlichen empfehlen, mindestens alle vernetzten Windows-basierten Server-Systeme auch in den Fakultäten herunterzufahren. Offen ist bisher allerdings, um was für eine Art es sich dabei handelt und von wem die Attacke ausging. Die Universität hat einen Krisenstab gebildet.

Für Studenten, die sich derzeit im Online-Semester befinden, hat der System-Ausfall große Auswirkungen. Wegen der Corona-Krise läuft das Sommersemester derzeit als Online-Semester. Ein Arbeiten im Homeoffice war nun durch den Hackerangriff für viele Studenten und Mitarbeiter nicht möglich.

Im Laufe des Nachmittages waren E-Mail-Programme, das Konferenzsystem Zoom und die Lernplattform Moodle wieder erreichbar. dort laufen derzeit Kurse und Materialien für die Studierenden ein. Allerdings stellt sich den Verantwortlichen die Frage nach der Sicherheit der Nutzung. Manche Fakultäten warnen davor, sich mit dem Uni-Netzwerk zu verbinden.

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