Groschens Grab

Franzobel

Amüsant zu lesen ist auch Kommissar Groschens zweiter Fall. Franzobel hat sich wie im Erstling "Wiener Wunder" wieder eine skurrile Geschichte ausgedacht. Diesmal geht´s in Verlagsmilieu, hinter Klostermauern, nach Sarajevo und unter Kommunarden.

16.08.2015, 12:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Groschens Grab

In Wien wird eine pensionierte Buchhändlerin ermordet aufgefunden - mit eingeritztem Kreuz im Rücken und ohne Augäpfel. Ein Täter scheint schnell gefunden, denn ein kürzlich entlassener Häftling hatte auf ähnliche Weise vor Jahrzehnten eine Frau ins Jenseits befördert. Doch Groschen mag an das Naheliegende nicht glauben.

Skurriler Täterkreis

Da die 82-Jährige sich als Autorin einer Pornogeschichte einen Namen gemacht und zu diesem Zweck eine Annonce "Rüstige Pensionistin sucht Partner für Matratzensport, keine finanziellen Interessen" aufgegeben hatte, ist der potenzielle Täterkreis groß. Dann gibt es noch den tätowierten Musiker-Nachbarn mit fiepsendem Rottweiler, einen kalauernden Liebhaber, den alle General nennen...

So verfolgt Groschen die diversen Spuren, resümiert immer wieder, was er schon weiß, das scheint bei Krimis üblich, aber die ständigen Wiederholungen langweilen. Am Ende gibt´s eine recht eigenwillige Auflösung.

 

Franzobel: Groschens Grab, 285 S., Zsolnay, 17,90 Euro, ISBN 978-3-552-05743-2.

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