Geschmacklos oder halb so wild? Pokémon-Go-Arena in KZ-Gedenkstätte

Gedenkstätten

Geschmacklos oder halb so wild? Nintendo hat auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Falkensee offenbar eine Pokémon-Go-Arena eingerichtet. Der Stadt gefällt das gar nicht.

Falkensee

12.02.2020, 07:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geschmacklos oder halb so wild? Pokémon-Go-Arena in KZ-Gedenkstätte

Pokémon Go ist bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt – und kann nun auch auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Falkensee gespielt werden, was sehr umstritten ist. (Symbolbild). © dpa

Aufregung in Falkensee: Auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte nahe Berlin wird nun Pokémon-Go gespielt, wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtet.

So war dem Bericht zufolge in einer lokalen Facebook-Gruppe ein Beitrag aufgetaucht, in dem zu sehen war, dass das ehemalige Konzentrationslager mit einer Pokémon-Go-Kampfarena verbunden ist.

Das bedeutet, dass die Spieler des Videospiels sich dort treffen können und mithilfe ihrer Smartphones Pokémon gegeneinander kämpfen lassen können. Daraufhin entbrannte in der Facebook-Gruppe eine Diskussion – viele hielten das Spielen an so einem geschichtsträchtigen Ort für geschmacklos.

Stadt Falkensee nicht begeistert von der Pokémon-Go-Arena

Auch die Stadt Falkensee weiß laut „MAZ“ davon – und ist nicht begeistert. Die Zeitung berichtet mit Berufung auf die Pressestelle der Stadt, dass die IT-Abteilung der Verwaltung Schritte unternommen hat, um die Pokémon-Arena auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte von Nintendo löschen zu lassen. Ob der japanische Videospiel-Gigant auf die Anfrage reagiert und den Ort aus seiner Pokémon-Datenbank nimmt, ist bisher nicht bekannt.

RND/hsc

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