Gesamtschule Nordkirchen entscheidet sich für Abschlussfeier trotz Corona

dzSchulentlassung

Die Erleichterung bei Schülern und vielen Eltern ist groß: Die Abschlussfeiern an der Gesamtschule Nordkirchen können jetzt doch in einem schöneren Rahmen stattfinden als lange befürchtet.

Nordkirchen

, 09.06.2020, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorgabe des NRW-Schulministeriums war eindeutig: Eltern dürfen nicht in die Schulen kommen. Eine Regelung mit die erheblichen Folgen für die Abschlussfeiern. Den vielleicht wichtigsten Moment der gesamten Schullaufbahn ihrer Kinder hätten die Eltern nicht miterleben können.

Kurz vor den jetzt anstehenden Verabschiedungen hat das Land diese Vorgabe zurückgenommen - die Gesamtschule Nordkirchen plant deshalb um. „Wir versuchen es so festlich wie möglich zu machen“, sagt Ulrich Vomhof, Leiter der Gesamtschule Nordkirchen. Wohl wissend, dass die Verabschiedung in diesem Jahr anders seit wird als in den Vorjahren.

Sektempfang oder stimmungsvolle Party sind undenkbar

Ausdrücklich habe das Land darauf hingewiesen, dass die „Veranstaltungen keinen geselligen Charakter haben dürfen“, sagt Ulrich Vomhof. Einen Sektempfang oder gar eine stimmungsvolle Party sind in der Coronakrise undenkbar. „Für viele Schüler der Jahrgangsstufe 10 ist es aber der Abschluss ihrer Schulzeit, der wenigstens in einem schönen Rahmen stattfinden soll.“

Um diesen Rahmen zu schaffen und den Eltern der 10er eine Teilnahme zu ermöglichen, betreibt die Johann-Conrad-Schlaun-Schule am Freitag, 19. Juni einen großen Aufwand. „Das Forum wird festlich geschmückt“, sagt Schulleiter Ulrich Vomhof. Um die auch für Abschlussfeiern geltenden Abstandsregeln einhalten zu können, wird es ab 13.30 Uhr gleich vier rund einstündige Feiern geben.

Klasse für Klasse. Mit der Folge, dass beispielsweise Ulrich Vomhof viermal seine Rede halten muss. Eine Herausforderung, der sich der Schulleiter gerne stellt. Erst gegen 19 Uhr wird die letzte Feier beendet sein. Die Verantwortlichen der Gesamtschule haben zwischen den Feiern Zeit eingeplant, um das Forum zu desinfizieren.

Abiturientinnen und Abiturienten stimmen erneut über Feier ab

Wie komplex das Thema Abschlussfeiern in Coronazeiten ist, wird bei der Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten deutlich. Sie waren hin und her gerissen zwischen Familienverbundenheit und langjährigen Freundschaften.

„Das erste Meinungsbild war, dass die Schülerinnen und Schüler gerne zusammen in einer Gruppe das Zeugnis bekommen wollten“, berichtet Schulleiter Ulrich Vomhof. Mit der Folge, dass die Gruppe schon so groß ist, dass die Eltern außen vor waren.

In den letzten Tagen wurde das Thema erneut virulent. Die Schule hat deshalb eine erneute Umfrage unter den Abiturientinnen und Abiturienten gestartet, ob sie in zwei oder auch drei Gruppen und mit den Eltern oder in einer Gruppe - und damit ohne Eltern - feiern wollen. Jetzt steht das Ergebnis fest. Die Abiturienten feiern mit den Eltern - ob in zwei oder drei Gruppen muss noch geklärt werden. Es geht um Abstände.

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