Gesamtschule in Nordkirchen fehlen Räume: Reichen 289 zusätzliche Quadratmeter?

dzSchulentwicklungsplan

Die Johann-Conrad-Schlaun-Schule in Nordkirchen hat ein Platzproblem. Das steht nun auch so im Schulentwicklungsplan. Doch nicht nur die Klassenzimmer sind zu klein geworden.

Nordkirchen

, 07.12.2019, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

935 Schüler und Schülerinnen gehen aktuell in die Johann-Conrad-Schlaun-Schule. Ausreichend Räume gibt es für sie alle aber nicht, sagt der Schulentwicklungsplan für die Schulen der Gemeinde Nordkirchen. Mehrere neue Räumlichkeiten sollen Abhilfe schaffen - nicht nur für die Schüler.

„Die Gesamtschule ist an ihren räumlichen Kapazitätsgrenzen angekommen“, heißt es im Schulentwicklungsplan von Thomaßen Consult. Die vorhandenen Räumlichkeiten würden schon jetzt nicht mehr reichen. Eine Feststellung, die Schulleiter Ulrich Vomhof zuversichtlich macht.

635.800 Euro sollen die neuen Räume ungefähr kosten

Denn schon länger habe er deutlich gemacht, „dass wir ein Raumproblem haben“. Dank der neutralen Untersuchung durch Thomaßen Consult wurde dieses Urteil nun auch „von außen manifestiert“. Das Problem wurde also erkannt. Nun geht es darum, wie es gelöst werden kann.

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Im Ausschuss für Familie, Schule, Sport und Kultur wurde am Donnerstagabend, 5. Dezember, beschlossen, dass die Gemeinde Nordkirchen gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Schule“ ein Lösungskonzept für die bauliche Erweiterung der Gesamtschule erarbeiten wird.

Insgesamt, so der Schulentwicklungsplan, brauche die Schule zwei neue Fachräume, ein größeres Lehrerzimmer und sechs Differenzierungsräume. 289 Quadratmeter soll die Schule dazubekommen. Die Kosten dafür werden aktuell auf 635.800 Euro geschätzt.

290 zusätzliche Quadratmeter wären „ein guter Anfang“

„Dass Raumbedarf da ist, ist allen Beteiligten klar“, betonte Bürgermeister Dietmar Bergmann im Ausschuss. Anfang des kommenden Jahres wolle man Vorschläge für mögliche Baumaßnahmen sammeln. „Es bedarf einer konkreten Gebäudeplanung“, sagte Josef Klaas. Ob Räumlichkeiten gekauft oder gemietet werden, stehe noch nicht fest. Beides sei zurzeit eine Option.

Ob etwa 290 Quadratmeter für die Johann-Conrad-Schlaun-Schule überhaupt ausreichen, ist allerdings nicht klar. Für Ulrich Vomhof ist es aber zumindest „ein guter Anfang und ein Einstieg in eine positive Richtung“.

„An allen Ecken und Enden fehlen Räume“

In den vergangenen Jahren sei die Oberstufe der Gesamtschule „erfreulicherweise größer geworden“, was einer der Hauptgründe für das bestehende Raumproblem sei. „An allen Ecken und Enden fehlen Räume“, erklärt er. Wichtig werde im kommenden Jahr eine gute Absprache zwischen Gemeinde und Schule sein, um das Problem richtig anzugehen.

Ein weiterer Aspekt, der die JCS im kommenden Jahr weiter beschäftigen wird, ist das Thema Digitalisierung. Momentan gehe es auch um eine Verbesserung des Wlan-Netzes, so Vomhof. „Wir sind da umtriebig.“ Ein Ingenieurbüro beschäftige sich bereits mit der Planung der Verkabelung. „Wir als Schule sind zuversichtlich, dass das was wird“, sagt er.

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