Darum muss die Gemeinde Nordkirchen in die Ausstattung der Löschzüge investieren

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Brände, Unfälle, technische Hilfeleistungen: Wer in Not ist, erwartet, dass die Feuerwehr schnell vor Ort ist. Was ist jedoch, wenn die Feuerwehr-Mitglieder im Notfall nicht vor Ort sind?

Nordkirchen

, 17.06.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manfred Schäper ist neuer Leiter der Feuerwehr Nordkirchen. Am Freitagabend ist er offiziell ernannt worden. Im „wirklichen Leben“ ist der Poahlbürger Sachgebietsleiter bei der Finanzverwaltung. In Dortmund. Diese Aufgabe war vor drei Jahren ein wichtiger Grund, warum Schäper seine Aufgabe als stellvertretender Leiter der Nordkirchener Wehr abgegeben hatte.

An die Spitze der Wehr rückte seinerzeit Marc Lohoff. Und auch bei ihm sind es berufliche Gründe, dieses Amt jetzt abzugeben. Durch seinen beruflichen Wechsel zur Bezirksregierung Münster darf Marc Lohoff zwar nicht mehr als Leiter der Feuerwehr fungieren, jedoch weiter Verantwortung übernehmen.

Beruf muss mit dem Ehrenamt vereinbar sein

Es sind genau diese beruflichen Konstellationen, die im Verbund mit gestiegenen Aufgaben eine Neuorganisation der Feuerwehr in der Gemeinde notwendig gemacht haben. Erstmals gibt es mit Manfred Schäper, Marc Lohohff und Markus Heitkamp ein Führungstrio, das im Verbund mit einer starken Mannschaft den Bürgern im Notfall zur Seite steht.

Darum muss die Gemeinde Nordkirchen in die Ausstattung der Löschzüge investieren

Manfred Schäper (Mitte) bildet von nun an mit Markus Heitkamp (r.) und Marc Lohoff die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Nordkirchen. © Tobias Heitkamp/Feuerwehr

„Wir haben hier die angenehme Situation, dass sich die Zahl der Mitglieder positiv entwickelt hat“, sagt Manfred Schäper. „Aktuell haben wir in den Löschzügen insgesamt 109 aktive Kameraden. Das ist eine Zahl, auf die ich stolz bin.“ Dazu kommen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung.

Sie alle sollen nach dem Willen des Leiters das erfahren, was auch Manfred Schäper seit 27 Jahren in der Feuerwehr motiviert und begeistert: ein gutes Miteinander, eine große Kameradschaft.

Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes steht an

„Die Feuerwehr ist, wie ein altes Haus zu sanieren: Man kann viel machen, aber man wird doch nie fertig“, hatte Marc Lohoff am Freitag betont und damit auf einen stetigen Investitionsbedarf hingewiesen.

Und so wird sich die Politik mit der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes beschäftigen, der einige Schwachstellen bei der Nordkirchener Wehr auflistet. „Alle drei Gerätehäuser stammen aus einer Zeit, in der man nicht über Frauen nachgedacht hat, geschweige denn weibliche Mitglieder hatte.“

Gebäude sind nicht mit den Fahrzeugen mitgewachsen

Das habe sich zum Glück deutlich geändert. „Wir haben Frauen und Männer, die sich für die Bürger der Gemeinde engagieren.“ Doch die Rahmenbedingungen - Stichwort Umkleiden - hätten sich nicht verändert. Gleiches gilt für die Fahrzeuge, die im Laufe der Jahrzehnte deutlich größer geworden sind. „Die Gebäude sind aber nicht mitgewachsen.“

Manfred Schäper berichtet zudem von „stetig neuen Herausforderungen“ und verweist auf die technische Entwicklung von Autos. Und deshalb sei immer wieder auch neues Equipment notwendig. „Es geht nie darum, einfach Geld rauszuwerfen.“

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