Neue Bewohner für Nordkirchen: Gemeinde nimmt weitere Flüchtlinge auf

dzFlüchtlinge in Nordkirchen

In den nächsten sechs bis sieben Wochen werden weitere Flüchtlinge nach Nordkirchen kommen. Wie viele es insgesamt sind und ob es genug Wohnraum für sie gibt, lesen Sie hier.

Nordkirchen

, 06.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Menschen sind schon angekommen, 38 weitere werden in den nächsten Wochen folgen: Die Gemeinde Nordkirchen nimmt wieder Asylbewerber auf. „Wir waren von den Aufnahmezahlen das Schlusslicht im Kreis, die Zuweisung jetzt ist also mehr als gerechtfertigt“, erklärte Mechtild Kammert von der Gemeindeverwaltung im Familienausschuss am Dienstag (3. September).

Irgendwelche Probleme - etwa bei der Unterbringung - erwartet sie durch die neue Zuweisung nicht: Nordkirchen hat genug passenden Wohnraum in allen Ortsteilen, um die Flüchtlinge in der Schlossgemeinde willkommen zu heißen.

Alle 40 Menschen sind anerkannte Asylbewerber

Wer genau die 40 Menschen sind - woher sie kommen, wie alt sie sind, ob sie alleinstehend sind oder mit der Familie kommen - das weiß auch die Gemeinde noch nicht. Fest steht aber, dass ihr Status als Asylbewerber in allen Fällen schon anerkannt ist.

Das heißt auch: Sie fallen unter das SGB II und werden sich von Nordkirchen aus auf Arbeitssuche machen. Ihr Unterhalt wird den Haushalt der Gemeinde Nordkirchen also nicht belasten.

Wohnsitzauflage: drei Jahre

„Ziel ist es natürlich auch“, so erklärte Bürgermeister Dietmar Bergmann, „dass sie, wenn sie Arbeit gefunden haben, sich hier auch eine eigene Wohnung suchen können.“

An den Ort Nordkirchen sind sie durch die Wohnsitzauflage, die drei Jahre gilt, zunächst einmal auf jeden Fall gebunden.

Sieht man von den neuen Zuweisungen ab, leben in der Gemeinde Nordkirchen aktuell 134 Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und in Deutschland um Asyl bitten. Sie sind zwischen 0 und 55 Jahre alt.

35 Menschen in Beschäftigung, drei machen eine Ausbildung

Um zu zeigen, wie gut bei vielen von ihnen die Integration schon geklappt hat, nannte Mechtild Kammert noch ein paar Zahlen: 35 der 134 Menschen befinden sich in einem Beschäftigungsverhältnis. Drei machen gerade eine dreijährige Ausbildung.

Sprachkurse gibt es für sie auch: In diesem Zusammenhang betonte Mechtild Kammert die wertvolle ehrenamtliche Hilfe vieler Menschen aus allen Ortsteilen. Vor allem die Arbeit der Pfarrcaritas hob sie in diesem Zusammenhang hervor.

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