Gegen die Einsamkeit: In Kneipe sitzen aufblasbare Puppen als Trinkkumpane

Coronavirus

In Barcelona kämpfen die Betreiber eines Restaurants gegen die negativen sozialen Folgen in Zeiten von Corona. Sie setzen Puppen aus Plastik an den Tresen - und die Kunden freuen sich.

Barcelona

29.08.2020, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf diesem Bild sitzen aufblasbare Puppen an der Theke des Restaurants „La Pepita“. Damit bekämpfen die Betreiber in diesen Corona-Zeiten die negativen sozialen Folgen des vorgeschriebenen Mindestabstandes. So fühlen sich Gäste nicht allein.

Auf diesem Bild sitzen aufblasbare Puppen an der Theke des Restaurants „La Pepita“. Damit bekämpfen die Betreiber in diesen Corona-Zeiten die negativen sozialen Folgen des vorgeschriebenen Mindestabstandes. So fühlen sich Gäste nicht allein. © Sofia Boixet/La Pepita/dpa

Mit aufblasbaren Puppen bekämpfen die Betreiber eines Restaurants in Barcelona in diesen Corona-Zeiten die negativen sozialen Folgen des vorgeschriebenen Mindestabstandes. Für jene Gäste, die sich an der Bar des Restaurants „La Pepita“ in der spanischen Metropole nicht allein fühlen wollen, wurden am Tresen mehrere „Trinkkumpane“ aus Plastik hingesetzt.

Die Idee mit den Puppen sei ihrem Mann und Geschäftspartner Sergio schon während des Lockdowns im Frühjahr gekommen, um im leeren Laden etwas Partystimmung aufkommen zu lassen, erzählte Restaurant-Besitzerin Sofia Boixet der Zeitung „El Mundo“. Man habe 20 Puppen gekauft und diese „mit unseren eigenen Kleidern bekleidet“.

Auch wenn die Trinkkumpane aus Plastik sicher nicht sehr gesprächig sind - bei den Kunden kam die Idee sehr gut an. Einige hätten die eine oder andere Puppe sogar mit in den Urlaub genommen, erzählt Boixet. „Es gibt nette Geschichten. Unsere Puppen haben an Grillpartys teilgenommen, sind mit ins Schwimmbecken genommen worden oder haben auch mit unseren Kunden Siesta gehalten.“ Man habe vor allem aber geschafft, dass an der Bar das in Spanien vorgeschriebene Social Distancing gewahrt wird und „unser Tresen trotz dieser so schweren Zeiten weiterhin voll ist“.

RND/dpa

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