Gedenken an George Floyd: Oliver Pocher schweigt 8 Minuten und 46 Sekunden live im TV

Protest gegen Rassismus

Ein besonderes Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt setzt Comedian Oliver Pocher am Donnerstagabend in seiner Late-Night-Show. Er schweigt 8 Minuten und 46 Sekunden lang.

Köln

05.06.2020, 12:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Comedian Oliver Pocher.

Comedian Oliver Pocher. © picture alliance/dpa

Acht Minuten und 46 Sekunden – so lange dauerte der Todeskampf des bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Schwarzen George Floyd. Oliver und Amira Pocher gedachten des getöteten Schwarzen am Donnerstagabend in ihrer Late-Night-Show „Pocher – gefährlich ehrlich!“ mit einer ganz besonderen Geste: mit acht Minuten und 46 Sekunden Schweigen.

Acht Minuten und 46 Sekunden ist die Länge der Zeit, die ein weißer Polizist Ermittlern zufolge vergangene Woche in Minneapolis sein Knie auf den Hals des Afroamerikaners Floyd drückte, bevor dieser starb. Seitdem haben wütende Protestierende, Mitfühlende und Unternehmen die Zahl immer wieder zitiert, um in einer Zeit zorniger und teilweise gewaltsamer Proteste auf stille Art Floyds zu gedenken.

Oliver Pocher: „Rassismus tötet“

Auch Oliver und Amira Pocher setzten jetzt am späten Donnerstagabend ein ganz besonderes Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Zu Beginn der Show standen beide schweigend im Studio, während eine Uhr im Hintergrund acht Minuten und 46 Sekunden nach unten zählte. „Rassismus tötet, und Rassismus ist nicht nur ein amerikanisches Problem“, sagten der Comedian und seine Frau RTL zufolge.

Auch die TV-Zuschauer wurden Teil der Aktion, dazu konnten sie ihren Namen per Instagram-Nachricht an Oliver Pocher senden. Über 400 Namen wurden laut RTL in der Liveshow eingeblendet.

Bei den Zuschauer stieß die Aktion auf viel Anerkennung und Respekt: „Ganz großartige Aktion gegen Rassismus“, schrieb etwa ein Nutzer bei Twitter. Viele stimmten dieser Meinung zu.

RND/seb

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