Geburtstag von „Harry Potter“: Das machen die Stars heute

Prominenz

Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint verkörperten Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley. Die drei jungen Schauspieler wurden über Nacht weltberühmt. Das machen sie heute.

Hannover

31.07.2020, 09:47 Uhr / Lesedauer: 5 min
Die Schauspieler Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint bei der Premiere von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“.

Die Schauspieler Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint bei der Premiere von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“. © picture alliance / dpa

Drei Schauspieler verdanken dem bekanntesten Zauberjungen der Welt ihren heutigen Ruhm und vor allem ihre Schauspielkarriere: Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint verkörperten Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley in den „Harry Potter“-Verfilmungen. Doch was machen die drei eigentlich heute, 19 Jahre nach dem der erste Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in den Kinos anlief? Wir werfen einen Blick auf ihre Karrieren - und verraten auch, was Bestseller-Autorin J.K.Rowling derzeit macht.

Die Karrieren der drei Schauspieler verlief ganz unterschiedlich. Während Daniel Radcliffe die Rolle des einst schüchternen Harry Potter relativ schnell abgelegt hat, wurde Emma Watson noch länger in die Schublade der ruhigen und braven Tochter gesteckt. Rupert Grint alias Ron Weasley sorgt wie damals in den Filmen für einige lustige Szenen.

Das macht Daniel Radcliffe

Die Figur Harry Potter feiert am heutigen Freitag seinen 40. Geburtstag. Der Schauspieler selber ist am 23.07. 1989 geboren und feierte in diesem Jahr seinen 31-jährigen Geburtstag. Viele Fans kennen Radcliffe erst seit den Harry Potter Filmen, dabei stand er schon vorher vor der Kamera. Im Alter von zehn Jahren spielte er in der britischen Fernsehproduktion „David Copperfield“ die gleichnamige junge Version der Hauptfigur. Zwei Jahre später gab er sein Kinodebüt in John Boormanns „Der Schneider von Panama“. Schon als Kind erhielt der britische Schauspieler zahlreiche Auszeichnungen für seine filmischen Darstellungen. 2001 kürte ihn der „Hollywood Women’s Press Club“ zur besten männlichen Jugend-Entdeckung.

Der britische Schauspieler Daniel Radcliffe wurde als „Harry Potter“ weltberühmt. (Archivbild)

Der britische Schauspieler Daniel Radcliffe wurde als „Harry Potter“ weltberühmt. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Im selben Jahr drehte er den ersten Teil der Harry-Potter-Filmreihe „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Bis 2011 spielte Radcliffe den jungen Zauberer Harry Potter. Zudem spielte er 2007 die Hauptrolle in Rod Hardys „December Boys“. Weitere Filme mit dem 31-Jährigen sind „Die Frau in Schwarz (2012), „A Young Doctor’s Notebook (2013), „Kill your Darlings - Junge Wilde“ (2013) „The F-Word - von wegen gute Freunde“ (2013) und „Die Unfassbaren 2″ (2016). Sein Theater-Debüt gab Radcliffe 2007 in Peter Shaffers „Equus“ am Gielgud Theatre in London. Seitdem ist er regelmäßig auf der Bühne zu sehen.

Zudem spielt er immer wieder bei Independent-Produktionen mit. Das jüngste Projekt: Die skurrile Serienkomödie „Miracle Workers“, in der Radcliffe einen Engel an der Seite von Gott (Steve Buschemi) spielt. In einem RND-Interview sagte Radcliffe auf die Frage, dass er eigentlich nie wieder arbeiten müsste: „Das ist für mich keine Option. Ich will immer weiter schauspielern, solange es nur irgendwie geht. Ich hoffe, dass ich eines Tages auch mal ein Drehbuch schreiben und Regie führen kann. Das ist mein Ziel.“

Lustige kleine Posts oder Geburtstagswünsche für Harry wird Radcliffe nicht abschicken: Der schnelllebigen Welt hat er sich entzogen. Er sei zu sensibel für die sozialen Medien und würde sofort auf alles antworten, was andere schreiben. Auch nachts um vier. Demnach sieht man über das Liebesleben selten etwas. Nur so viel ist bekannt: Er ist mit der Schauspielerin Erin Darke zusammen. Sie haben sich bei den Dreharbeiten zum Film „Kill your Darlings“ kennen und lieben gelernt.

Das macht Emma Watson

Geboren wurde Emma Watson am 15.04.1990 in Paris, wo sie auch ihre frühe Kindheit verbrachte. Danach wuchs sie, zusammen mit ihrem jüngeren Bruder, in Oxford auf. Schon als sechsjährige wollte Emma Watson Schauspielerin werden. Sie nahm Gesangs-, Tanz- und Schauspielstunden. Mit zehn Jahren bekam sie die Hauptrolle in zwei Schulaufführungen. Im Casting um die Rolle der intelligenten Hermine Granger setzte sich die damals Elfjährige gegen 4.000 Mädchen durch. Watson spielte in allen acht Filmen an der Seite von Daniel Radcliffe und Rupert Grint. Lange schien sie auf die Rolle der strebsamen, braven Tochter festgelegt. Doch mit der Disney Verfilmung von „Die Schöne und das Biest“ (2017) und im Thriller „The Circle“ (2017) zeigte die 30-Jährige, dass sie auch andere Rollen spielen kann.

Schauspielerin Emma Watson wurde in ihrer Rolle als „Hermine Granger“ bekannt. (Archivbild)

Schauspielerin Emma Watson wurde in ihrer Rolle als „Hermine Granger“ bekannt. (Archivbild) © picture alliance / Justin Lane/E

Neben ihrer Karriere als Schauspielerin setzt sich Emma Watson weltweit für die Interessen von Frauen ein: 2014 wurde sie zur UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte ernannt. Seitdem ist sie das Gesicht der UN-Women-Kampagne „HeForShe“, die sich für Frauenrechte und Gleichstellung engagiert. Dazu hielt sie eine Rede 2015 beim Weltwirtschaftsforum. Zu den Golden Globes 2018 erschien sie in Begleitung der Aktivistin Marai Larasi, die ihr Leben der Aufgabe widmet, (häusliche) Gewalt gegen Schwarze sowie geflüchtete Frauen und Mädchen zu bekämpfen. Im gleichen Jahr spricht Watson sich öffentlich für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche aus und richtet sich in einem Brief direkt an Abtreibungsgegner.

Weiterhin liegt der Frauenrechtlerin das Thema Beziehungen und Selbstliebe am Herzen. Gegenüber der britischen „Vogue“ bezeichnet sich die 30-Jährige im November 2019 als „self-partnered“ statt als „Single“, also in einer Beziehung mit sich selbst. Viele Menschen können sich mit der Aussage identifizieren, die Schauspielerin bekommt großen Zuspruch. Auf Einblicke in ihr Privatleben müssen die Fans allerdings verzichten. Watson nutzt die Kanäle Facebook und Instagram in erster Linie, um ihre gesetzten Themen anzusprechen.

Das macht Rupert Grint

Grint ist am 24. August 1988 auf die Welt gekommen. Als Grundschüler interessierte er für das Theater und trat bei zwei Schulaufführungen auf. Vor den Harry-Potter-Filmen hatte er keine Erfahrung vor der Kamera. Doch das hielt ihn nicht davon ab, sich mit einem Video für die Rolle des „Ron Weasley“ zu bewerben. Nach eigenen Angaben war Grint schon immer ein riesiger Fan der berühmten-Buchreihe von Joanne K. Rowling. Für das Bewerbungs-Video verkleidete er sich und erklärte in gereimter Form, warum er die beste Wahl für die Figur des Ron Weasleys ist.

Schauspieler Rupert Grint spielte „Ron Weasley“. (Archivbild)

Schauspieler Rupert Grint spielte „Ron Weasley“. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Inzwischen war Grint in weiteren Filmen zu sehen, darunter „Thunderpants“, „White Target“, „Into the White“ oder „Lang lebe Charlie Countryman“. 2017 war der Schauspieler erstmals in der britischen, äußerst schwarzhumorigen Serie „Sick Note“ zu sehen. In der Hauptrolle spielte er den Loser Daniel Glass, der eine todbringende Krebsdiagnose erhält. Eine Woche später stellt sich allerdings heraus, dass dies eine Fehldiagnose war und Daniel kerngesund ist. Da seine Arbeitskollegen und Freunde ihn wegen der Diagnose viel besser behandeln, klärt er sie nicht über die Fehldiagnose auf.

Schauspielkollege Rupert Grint schützt sein Privatleben und postet keine intimen Momente in den sozialen Medien. Seit 2011 ist er mit der Schauspielerin Georgia Groome zusammen, im Mai 2020 wurden sie zum ersten Mal Eltern. Sie freuten sich, die Geburt ihres kleinen Mädchens bekanntzugeben, teilte ein Sprecher der amerikanischen Zeitschrift „People“ mit.

Das macht Joanne K. Rowling

J.K. Rowlings Geschichte klingt selbst fast wie ein Märchen: Als alleinerziehende Arbeitslose schreibt sie in einem Café die Geschichte um den Zauberschüler Harry Potter. Das Manuskript wurde von Dutzend Verlagen abgelehnt. Erst fünf Jahre später, im Jahr 1997, wurde der erste Teil der Harry Potter-Reihe mit einer Startauflage von 500 Exemplaren veröffentlicht. Doch dann geht es alles ganz schnell: Nur drei Tage nach der Veröffentlichung ersteigert der US-Verlag „Scholastic“ die amerikanischen Rechte an J.K. Rowlings Erstlingswerk zum Preis von 100.000 Dollar. Allein die Tatsache, dass einer unbekannten Schriftstellerin eine sechsstellige Summe gezahlt wird, macht J.K. Rowling auf einen Schlag bekannt. Heute feiert Rowling ihren 55. Geburtstag - und ist weiterhin an Kinderbücher interessiert.

Sie schuf die Welt von Hogwarts: Die Bestsellerautorin Joanne K. Rowlin. (Archivbild)

Sie schuf die Welt von Hogwarts: Die Bestsellerautorin Joanne K. Rowling. (Archivbild) © picture alliance / Dominic Lipin

Joanne K. Rowling hatte auf jeden Fall großen Einfluss auf die Karriere von Emma Watson, Daniel Radcliffe und Rupert Grint . Die britische Schriftstellerin castete die Schauspieler und entschied sich für die drei jungen Künstler. Darüberhinaus hat sie an allen Verfilmungen mitgewirkt. Für die letzten zwei Teile mit dem Titel „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ fungierte Rowling zusätzlich als Produzentin.

Nach der Buchreihe schrieb sie die Drehbücher zu den Harry-Potter-Spin-Offs „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“. Beide liefen inzwischen im Kino. Zudem brachte sie das Werk „Ein plötzlicher Todesfall“ auf den Markt. Zuerst unter einem Pseudonym, dann unter ihrem eigenen Namen. Inzwischen besitzt Rowling ein Vermögen.

Daniel Radcliffe, J.K. Rowling (Mitte) und Emma Watson posieren bei der Premiere des Films „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ im November 2002 in London. (Archivbild)

Daniel Radcliffe, J.K. Rowling (Mitte) und Emma Watson posieren bei der Premiere des Films „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ im November 2002 in London. (Archivbild) © picture alliance / Ian West/epa/

Während der Corona-Krise startete sie im April eine Website gegen die Corona-Pandemie. Mit der Plattform „Harry Potter at Home“ will sie Kindern die Langeweile vertreiben, die wegen der Coronavirus-Pandemie nicht zur Schule gehen können. Anschließend veröffentlichte die Autorin ihr Werk „The Ickabog“ und zwar kostenlos im Internet. Das Werk habe sie schon vor über zehn Jahren als Gute-Nacht-Geschichte für ihre Kinder geschrieben, teilte sie mit. Vorher stellte sie auf Twitter klar, dass es sich dabei um kein Spin-Off der beliebten Zauberer-Reihe handelt.

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