Gebauer verteidigt Schulöffnung: „Möglich und erlaubt“

Coronavirus

Schrittweise öffnen die Schulen in NRW ab Donnerstag wieder. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat diesen Schritt verteidigt - trotz vieler gesundheitlicher Bedenken.

Düsseldorf

22.04.2020, 11:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat die schrittweise Öffnung der Schulen schon ab diesem Donnerstag verteidigt.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat die schrittweise Öffnung der Schulen schon ab diesem Donnerstag verteidigt. © picture alliance/dpa

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat die schrittweise Öffnung der Schulen schon ab diesem Donnerstag verteidigt. Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sei „möglich und erlaubt“, sagte Gebauer am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Die Landesregierung folge dabei einem Hygiene-Gutachten von Experten auf Grundlage der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

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Lehrer mit gesundheitlichen Gefährdungen seien vom Präsenzunterricht ausgeschlossen, betonte die Ministerin. Auch Schüler, die zu Risikogruppen zählten, könnten sich durch eine schriftliche Mitteilung ihrer Eltern an die Schule vom Präsenzunterricht befreien lassen. Allerdings müssten sie unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen dennoch an Prüfungen teilnehmen.

Eine Maskenpflicht bestehe an den nordrhein-westfälischen Schulen grundsätzlich nicht, sagte Gebauer. Das Tragen einer Maske sei nur dort erforderlich, wo der Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Personen „nicht dauerhaft eingehalten werden kann“.

Hinweise und Verhaltensregeln für die Schüler

Zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs seien gemeinsam mit den Kommunen Hinweise und Verhaltensregeln an die Schüler beschlossen worden, sagte Gebauer. Empfohlen werde unter anderem, lieber zu Fuß oder per Fahrrad zur Schule zu kommen als mit Bus und Bahn. Außerdem sollen die Schüler ihre Handy-Displays regelmäßig reinigen und in Bus und Bahn keine Gespräche führen. Viele Kommunen kehrten in diesen Tagen zum Regelfahrplan zurück, erklärte die Ministerin.

„Mit dem morgigen Unterrichtsbeginn wollen wir auch ein Signal geben in Richtung Normalität“, betonte die FDP-Politikerin. „Unterricht in gewohnter Form, wie es ihn bis zum 13. März gegeben hat, werden wir in dieser Form bis Ende des Schuljahres so nicht durchführen können.“ Ziel sei es aber, allen Schülern bis dahin wenigstens eine teilweise Rückkehr zu ermöglichen.

dpa/lnw

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