Garten Reeh im Hamminkeln ist auch nach dem Umzug ein Hingucker

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Kleine kulturelle Veranstaltungen haben Monika und Manfred Reeh schon in ihrem alten Garten in Hamminkeln angeboten. Jetzt sind sie umgezogen und haben auch ihren neuen Garten liebevoll gestaltet.

von Ann-Theres Langert

Hamminkeln

, 30.08.2020, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, zitierten Manfred und Monika Reeh Hermann Hesse, als sie vergangene Woche zum ersten Mal nach ihrem Umzug wieder zu einer Lesung in ihrem Garten geladen haben.

Nachdem sie jahrelang am Honigacker gewohnt und dort ihren Garten immer weiterentwickelt haben, sind sie nun in ein Haus etwas außerhalb vom Hamminkelner Stadtgebiet gezogen. „Anfang, Abschied, Aufbruch und Veränderung“ seien die Themen der Lesung gewesen, die damit auch auf den Neuanfang im neuen Garten anspiele, berichtet Monika Reeh. Vorgetragen wurden die Gedichte und Erzählungen auf einer Rasenfläche unter großen Birnbäumen, begleitet von der Musik einer Altflöte.

Keine gelernten Gartenplaner

Im März 2019 war die Familie Reeh in das Haus an der Kesseldorfer Straße eingezogen und hat sich seitdem einen neuen Garten angelegt. „Wir sind keine gelernten Gartenplaner“, betonte Monika Reeh. Ihre Planung sei eher intuitiv.

Aus ihrem Garten am Honigacker, den sie bei offenen Gartenpforten auch der Öffentlichkeit präsentiert haben, hätten sie neben ihren Lieblingsblumen und den Sammlerstücken – beispielsweise den kleinen Figuren, die sie im ganzen Garten verteilt hatten – insbesondere Ideen und Erfahrungen mitgenommen.

Im Garten von Manfred und Monika Reeh an der Kesseldorfer Straße in Hamminkeln.

Im Garten von Manfred und Monika Reeh an der Kesseldorfer Straße in Hamminkeln. © Ann-Theres Langert

So haben sie wie zuvor einen kleinen Bachlauf angelegt, der vor der Terrasse entlangführt und verschiedene Vogelarten anziehen soll. Vor dem Wohnzimmerfenster sind Rosensträucher gepflanzt und auch ein kleiner Teich ist vor dem Haus angelegt. Bei Regen sei es immer schön, die Regentropfen vom Wohnzimmer aus auf der Wasseroberfläche aufkommen zu sehen, erzählt Monika Reeh. Ihnen sei es wichtig, auch etwas vom Garten zu haben, wenn sie innerhalb des Hauses seien.

Ein Schwerpunkt in ihrer Planung des Gartens sei, die Sicht auf die Natur nicht „zuzupflanzen“, betont sie. So hätten sie die Möglichkeit, sich Fluchten zu schaffen, durch die sie beispielsweise im Sommer die Störche in ihrem Nest beobachten könnten, das nicht weit von ihrem Grundstück entfernt ist; dem Sonnenuntergang zuzuschauen oder die Bussarde oder Starenschwärme am Himmel zu sehen.

Viel näher an der Natur

Diese Weite hätten sie am Honigacker nicht gehabt, betont Reeh. Und das mache den Garten nun umso schöner. Sie seien in ihrem neuen Zuhause viel näher an der Natur, sagt sie. Neben den verschiedensten Vogelarten hätten sie bereits Besuch von Igeln, Hasen und Rehen gehabt.

Für den Teil des Gartens, der bis jetzt noch nicht fertiggestellt ist, gebe es schon einige Ideen. So wollen sie beispielsweise eine Wildblumenwiese und einen größeren Teich anlegen. Weitere Überlegungen sind ein Schatten- und ein Baumgarten und auch ein kleiner Gemüsegarten soll auf dem Gelände seinen Platz finden.

Dazu soll der alte Hühnerstall zu einem Gartenhaus umgebaut werden. „Wenn man das als Arbeit betrachtet, ist das schrecklich“, überlegt Reeh in Bezug auf den Zeitaufwand, den sie in den Garten investieren. Es mache ihr aber Spaß, an einem freien Tag „zeitlos vor sich hin zu werkeln“. Und das Gefühl, mit einem Bereich fertig zu werden, sei „besonders schön“.

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