Galeria Karstadt Kaufhof schließt 18 Filialen in NRW - Diese Häuser sind betroffen

Einzelhandel

Galeria Karstadt Kaufhof will 62 von 172 Filialen schließen.18 Häuser davon in NRW. Auch Filialen in Dortmund, Witten und Essen sind betroffen. Alle Schließungen in NRW in der Übersicht.

Essen

, 19.06.2020, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
18 Filialen in NRW sollen geschlossen werden. Kaufhof- und Karstadt-Mitarbeiter protestierten am Freitag.

18 Filialen in NRW sollen geschlossen werden. Kaufhof- und Karstadt-Mitarbeiter protestierten am Freitag. © picture alliance/dpa

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will 62 seiner 172 Filialen schließen. 18 Häuser befinden sich allein in NRW. Die rund 28.000 Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof wurden am Freitag über die Schließungspläne des Konzerns informiert.

Dortmund, Witten, Essen, und Düsseldorf betroffen

Karstadt Kaufhof schließt in Dortmund und Essen je zwei Häuser. Sowohl das Karstadt-Haupthaus als auch Galeria Kaufhof sollen geschlossen werden, teilte der Betriebsrat mit. Essen trifft es besonders hart, dort befindet sich der Stammsitz des Konzernes. In Essen werden ebenfalls beide Häuser geschlossen.

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Diese Filialen in NRW werden geschlossen

  • Bielefeld (Karstadt Warenhaus)
  • Bonn (Karstadt Warenhaus)
  • Brühl (Galeria Kaufhof)
  • Dortmund (Galeria Kaufhof)
  • Dortmund (Karstadt Warenhaus)
  • Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt Warenhaus)
  • Düsseldorf Wehrhahn (Galeria Kaufhof)
  • Essen (Galeria Kaufhof)
  • Essen (Karstadt Warenhaus)
  • Gummersbach (Karstadt Warenhaus)
  • Gütersloh (Karstadt Warenhaus)
  • Hamm (Galeria Kaufhof)
  • Iserlohn (Karstadt Warenhaus)
  • Köln Weiden (Galeria Kaufhof)
  • Leverkusen (Galeria Kaufhof)
  • Mönchengladbach Rheydt (Karstadt Warenhaus)
  • Neuss (Galeria Kaufhof)
  • Witten (Galeria Kaufhof)

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6000 Mitarbeiter laut Verdi betroffen

Durch die Schließung und weitere Sparmaßnahmen dürften Tausende Stellen bei dem Konzern wegfallen. Eine entsprechende Vereinbarung über die Schließung von Filialen wurde bereits von Betriebsrat und Gewerkschaften am Donnerstagabend unterschrieben.

Rund 6000 Mitarbeitern droht der Verlust des Arbeitsplatzes. Noch offen ist weiterhin das Schicksal der Karstadt-Sport-Häuser. Hier gelten mehr als zwei Drittel der rund 30 Filialen als gefährdet. Und auch bei den Galeria Reisebüros werden drastische Einschnitte erwartet.

Die Zahl der Filialschließungen fällt jetzt etwas geringer aus als zunächst befürchtet. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung signalisiert, dass im Zuge der Sanierung des ums Überleben kämpfenden Unternehmens bis zu 80 der 172 Filialen geschlossen werden könnten.

Arbeitsplätze in anderen Filialen sichern

„Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden“, sagte der GKK-Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz am Freitag. Letztlich gehe es darum, Galeria Karstadt Kaufhof und damit viele tausend Arbeitsplätze zu sichern.

Für die Schließungsfilialen bestehe angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive mehr, betonte Gleiwitz.

Ursprünglich hatte die Geschäftsführung sogar signalisiert, dass im Zuge der Sanierung des ums Überleben kämpfenden Unternehmens bis zu 80 Filialen geschlossen werden könnten.

Die Gewerkschaft Verdi hofft jedoch, die Zahl der Schließungen noch weiter senken zu können. „Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Standorte und die Zukunft der Beschäftigten kämpfen. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Hier sei auch die Politik gefordert.

mit dpa

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