Frentroper klagen über Gestank

Ursache unklar

Bei unserer Zeitung und der Feuerwehr meldeten sich Anwohner aus Frentrop und klagten über eine starke Geruchsbelästigung rund um die Frentroper Straße, die Schachtstraße sowie die Straßen Erlbrügge und Brüggeweg.

MARL

von Julia Grunschel

, 08.03.2015, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Feuerwehrleute gingen dann im 50- und 100-Meter-Radius auf Erkundungstour gegangen. Auch das Saria-Gelände, das in einem 40 Meter-Radius vom Einsatzort lag, steuerten die Feuerwehrleute an. „Wir haben mit dem Betriebsleiter gesprochen und haben eine Objektbegehung gemacht. Die Fragen, ob es etwas Auffälliges oder eine Störung gegeben hatte, wurden verneint. Das, was wir mit unseren Geräten messen konnten, war auch nicht auffällig“, erklärt Einsatzleiter Rüdiger Krumme. Da der Wind aus südwestlicher Richtung kam, wurde zusätzlich überprüft, ob die Geruchsbelästigung vielleicht aus Gelsenkirchen herrühren konnte. „Aber bei der Einsatzleitstelle war nichts gemeldet. Von den chemischen Betrieben, die im Störfall eine Meldepflicht haben, lag nichts vor“, berichtete Rüdiger Krumme. Woher der Gestank kam, kann der Einsatzleiter also abschließend nicht sagen: „Vom Geruch nach hätte es von Saria kommen können, aber es hätte ebenso gut Gülle oder ein verwesendes Tier sein können, das gerade auf einem Feld aufgeplatzt ist“, mutmaßt Rüdiger Krumme. Nachdem er unsere Berichterstattung im Internet gelesen hatte, meldete sich  Ludger Vortmann von der Bürgerinitiative „Maler haben Nase voll“ höchst verärgert zu Wort. Er berichtete: „Hier stinkt es schon die ganze Woche über. Bei uns sind seit Montag ca. 30 Beschwerden eingegangen, neun an diesem Wochenende. Die Beschwerden stammen auch von Landwirten – die wissen, wie Gülle riecht. Ein totes Tier stinkt nicht bis nach Alt-Marl. Unsere Beschwerden nimmt niemand ernst.“

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