Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte: Für August noch Plätze frei

Kinderheilstätte

Schule - und was dann? Eine Möglichkeit ist der Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr. Für den Start im August sind in der Kinderheilstätte in Nordkirchen noch Plätze frei.

Nordkirchen

27.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sarah Potthoff macht in der Kinderheilstätte ihren Freiwilligendienst. Sie arbeitet in einer Wohngruppe.

Sarah Potthoff macht in der Kinderheilstätte ihren Freiwilligendienst. Sie arbeitet in einer Wohngruppe. © Kinderheilstätte

Die Freiwilligendienstler in der Kinderheilstätte sind dort seit vielen Jahren fester Bestandteil des Teams. „Wir haben das Glück, so wunderbare junge Menschen zu haben, die gerade jetzt einen großartigen Dienst leisten“, beschreibt Gabi Lücke-Weiß. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Christine Krutwage begleitet sie die 60 Freiwilligen der Kinderheilstätte pädagogisch. Im August startet eine neue Runde: Zu diesem Termin können sich immer noch Interessierte bewerben.

„Wir würden uns natürlich freuen, wenn sich auch für den kommenden Durchgang wieder so viele Freiwillige finden würden, die unsere Arbeit unterstützen. Wir haben schon einige Plätze für einen Dienst ab August besetzt, aber es sind auch noch etliche frei. Möglicherweise ist ein Einsatz bei uns eine gute Alternative zu einem Erfahrungsjahr im Ausland, was vielleicht in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Bewerbungen können jederzeit, im Prinzip ganzjährig bei uns eingehen, denn wir haben eine große Dynamik in der Platzbesetzung“, so Gabi Lücke-Weiß.

Besonderes Jahr durch die Corona-Krise

In diesem Jahr war der Freiwilligendienst wegen der Corona-Krise sehr anders als sonst. Auch in Bezug auf die pädagogische Begleitung der jungen Leute. „Seit März bis voraussichtlich Ende Mai dürfen wir keine Seminare anbieten. Einzelkontakte, Telefonate und E-Mails sind natürlich möglich. Die Freiwilligen arbeiten zurzeit überwiegend in den Wohngruppen. Auch diejenigen, die der Förderschule zugeordnet waren, sind nun im Wohnbereich tätig“, erklärt Gabi Lücke-Weiß.

Thomas Meng (l.) arbeitet als Bundesfreiwilligendienstler an der Kinderheilstätte.

Thomas Meng (l.) arbeitet als Bundesfreiwilligendienstler an der Kinderheilstätte. © Kinderheilstätte

Sarah Potthoff (20) und Thomas Meng (19) sind zwei der 60 Bundesfreiwilligendienstler der Kinderheilstätte. Sarah Potthoff unterstützt eine intensivpädagogische Wohngruppe und Thomas Meng ist eigentlich in einer vierten Klasse der Maximilian-Kolbe-Schule eingesetzt. Beide berichten von ihren Erfahrungen und ihren Plänen für die Zeit nach dem Freiwilligendienst.

„Unterschied im Alltag der Kinder machen“

„Vor allem habe ich gelernt, meine eigenen Grenzen und die anderer Menschen viel besser einzuschätzen. Das hat dazu geführt, dass ich eine ganze Menge Selbstbewusstsein und Empathie entwickelt habe. Außerdem genieße ich es seit meinem BFD total, ich selbst zu sein und zwischendurch mit den Bewohnern einfach mal albern zu sein“, beschreibt Sarah Potthoff ihre Erfahrung.

Auch für Thomas Meng gab es bei seinem Dienst tolle Momente. „Es ist immer bewegend, ein Kind lachen oder lächeln zu sehen, weil man etwas gemacht oder gesagt hat, weil man das Gefühl hat einen Unterschied im Alltag dieser Kinder zumachen. Und das ist ein wirklich schönes Gefühl“, erklärt er.

Infos rund um ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst gibt es im Internet unter www.kinderheilstaette.de oder bei Gabi Lücke-Weiß, Tel. (02596) 58133 oder g.luecke-weiss@kinderheilstaette.de.

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