Forscher entdecken neue Erde und Sonne mit lebensfreundlichen Bedingungen

Weltraumforschung

Forscher der Max-Planck-Gesellschaft haben den Planeten KOI-456.04 entdeckt, der um den Stern Kepler-160 kreist. Dieses Gespann ist unserem Paar aus Sonne und Erde so ähnlich wie kein anderes.

Göttingen

06.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft haben mit dem Kepler-Teleskop ein Spiegelbild von Sonne und Erde entdeckt. (Symbolbild)

Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft haben mit dem Kepler-Teleskop ein Spiegelbild von Sonne und Erde entdeckt. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Forscher der Max-Planck-Gesellschaft für Sonnensystemforschung in Göttingen haben den Planeten KOI-456.04 entdeckt, der um den Stern Kepler-160 kreist. Das Gespann aus dem neu entdeckten Planeten und seinem Heimatstern ist unserem Paar aus Sonne und Erde so ähnlich wie kein anderes.

Das liegt vor allem an der erdähnlichen Größe des Planeten und an der lebensfreundlichen Bestrahlung durch seinen Stern. Wenn KOI-456.04 eine Atmosphäre hat, dann könnten auf KOI-456.04 für Lebewesen erträgliche Temperaturen von etwa fünf Grad Celsius herrschen.

Sonnenähnliche Strahlung ist eine Seltenheit

Vor allem die sonnenähnliche Strahlung des Sterns Kepler-160 ist eine Besonderheit. Bislang sind etwa 4000 Exoplaneten - also Planeten, die um fremde Sterne kreisen - bekannt. Allerdings kreisen alle bisher bekannten Welten, die ähnlich groß sind wie die Erde, um rote Zwerge. Diese strahlen Infrarotlicht ab, das nur sehr lichtschwach ist.

Die roten Zwerge würden nur für erträgliche Temperaturen auf den Planeten sorgen, wenn diese in einem geringen Abstand um die Sterne kreisen würden. Die enorme Anziehungskraft würde die Planeten aber verformen und vermutlich extreme vulkanische Aktivitäten auslösen.

Derzeit können die Forscher nicht ganz ausschließen, dass die Auswertungen des Kepler-Teleskop durch systematische Messfehler verfälscht wurden. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Messfehler mit 15 Prozent relativ gering.

RND

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