Forscher: 50 Prozent der Landmasse müssen unter Naturschutz gestellt werden

Naturschutz Artenschutz

Um die am stärksten bedrohten Pflanzen- und Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren, braucht es mehr geschützte Regionen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern wären rund 35 Prozent weitere Landmasse dazu nötig.

New York

06.09.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Um bedrohte Tierarten zu schützen, muss nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Regionen unter Naturschutz gestellt werden.

Um bedrohte Tierarten zu schützen, muss nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Regionen unter Naturschutz gestellt werden. © picture alliance/dpa

Weitere gut 35 Prozent der Landmasse der Erde müssen nach Einschätzung einer Gruppe von Wissenschaftlern und Experten unbedingt unter Schutz gestellt werden, um Regionen von besonderer Bedeutung für die Biodiversität und Ökosysteme zu bewahren.

Der Schutz von rund 2,3 Prozent der Landmasse sei am dringendsten, um die am stärksten bedrohten Pflanzen- und Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren, heißt es in einem Bericht, den ein Team von Forschern um die Naturschutzorganisation Resolve in Washington veröffentlichte.

Digitale Karte zeigt schützenswerten Lebensraum

Die in zweijähriger Arbeit gesammelten Daten arbeitete das Team in eine interaktive Online-Karte ein. Dabei handele es sich um „die erste digitale Karte ihrer Art, die eine Art Blaupause für den Schutz des Lebens auf der Erde kreiert“, sagte Eric Dinerstein von Resolve.

Derzeit stehen den Forschern zufolge etwa 15 Prozent der Landmasse der Erde unter Schutz. Um Krisen wie den Klimawandel, den Verlust von Biodiversität und das Aufkommen neuartiger Viren wie des Coronavirus effektiv zu bekämpfen, müsse es aber mindestens die Hälfte sein.

Lesen Sie jetzt