Borkener Spezialmaschinenbauer Fooke meldet Kurzarbeit an

dzWirtschaft

Der Spezialmaschinenbauer Fooke hat Kurzarbeit angemeldet. Zehn bis 20 Prozent der Mitarbeiter seien von der Maßnahme betroffen, erklärt Firmenchef Johannes Fooke.

von Markus Schönherr

Borken

, 23.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Mitarbeiter werden unterschiedliche Vereinbarungen getroffen, zum Beispiel eine Vier-Tage-Woche oder veränderte tägliche Arbeitszeiten.

Die Gründe, die Johannes Fooke für die Kurzarbeit nennt, sind vielschichtig. „Neben den schwachen Exportauftragseingängen der letzten Jahre verschieben sich zusätzlich noch einige Projekte, da Kunden zum Beispiel neue Fertigungshallen nicht termingerecht für die geplanten Montagen unserer Maschinen zur Verfügung stellen.“

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Aufträge aus Europa könnten die geopolitischen Unsicherheiten und damit den Export nicht kompensieren, der im Wesentlichen durch den Handelskrieg zwischen China und den USA, dem Embargo gegen Russland oder zuletzt dem Produktionsstopp des 737-Max bei BOEING begründet ist. Auch der abrupte Schwenk zur E-Mobilität hinterlasse in der Industrie deutliche Spuren, genauso wie der Brexit.

Wirtschaftlicher Ausblick sei positiv

2018 hatte Fooke schon einmal Kurzarbeit anmelden müssen. Dies ist seit November 2019 nun wieder der Fall. Dabei sei der wirtschaftliche Ausblick positiv.

Das Auftragsziel für 2019 sei erreicht worden, so Fooke, und für 2020 werde wieder mit einem Auftragseingang von mehr als 50 Millionen Euro gerechnet.

Die Kurzarbeit sei „das Mittel, um bei dem positiven Ausblick Arbeitsplätze zu sichern und somit flexibel auf die aktuellen Arbeitsschwankungen reagieren zu können“. Dies gelinge im Zusammenspiel mit dem Betriebsrat, sagt Fooke, der den 240 Mitarbeitern am Standort Borken für deren Loyalität dankt.

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