Firma Teka zieht mit rund 120 Mitarbeitern in Halco-Hallen

Wirtschaft

Die Firma Teka, Spezialist für Absaug- und Filteranlagen, zieht mit seinen 120 Mitarbeitern in die Coesfelder Hallen der ehemaligen Hülsta-Tochter Halco. Bisher hat Teka seinen Sitz in Velen.

Coesfeld/Stadtlohn

von Detlef Scherle

, 12.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die neuen Fahnen wehen schon am ehemaligen Halco-Standort im Gewerbegebiet Otterkamp. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten laufen. Der Umzug wird in der zweiten Jahreshälfte angepeilt.

Die neuen Fahnen wehen schon am ehemaligen Halco-Standort im Gewerbegebiet Otterkamp. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten laufen. Der Umzug wird in der zweiten Jahreshälfte angepeilt. © Teka

Das ist mal eine richtig gute Nachricht für Coesfeld inmitten der Corona-Krise: Im Gewerbegebiet Otterkamp siedelt sich noch in diesem Jahr ein Unternehmen mit rund 120 Mitarbeitern an.

Die Firma Teka, die zurzeit noch in Velen Absaug- und Filteranlagen für Industriearbeitsplätze produziert, zieht in die ehemaligen Hallen des stillgelegten Halco-Werks am Millenkamp ein. Die blau-weißen Teka-Fahnen wehen dort bereits.

Die Hallen der stillgelegten Firma Halco.

Die Hallen der stillgelegten Firma Halco. © MLZ

„Zurzeit werden die Hallen umgebaut, die Büroräume renoviert“, berichtete Unternehmenssprecherin Katrin Herbers auf Nachfrage der Allgemeinen Zeitung in Coesfeld. Einen genauen Termin, wann die Produktion in Coesfeld anläuft, gibt es noch nicht.

Coronavirus verzögert Umzug

„Ziel war es ursprünglich, Mitte des Jahres umzuziehen“, erklärt Geschäftsführer Simon Telöken, der Sohn des Unternehmensgründers Erwin Telöken. „Aufgrund des Coronavirus wird daraus so schnell aber wohl nichts“, meint er. Er sieht da auch gar keinen Zeitdruck: „Wir können vorerst in Velen weiterproduzieren.“

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Warum geht das Unternehmen nach 25 erfolgreichen Jahren aus Velen weg, wo es einer der größten Arbeitgeber ist und eine schmerzliche Lücke – nicht nur als Gewerbesteuerzahler – hinterlässt? „Wir haben versucht, hier in Velen Optionen zu finden, unser wachsendes Unternehmen zu beheimaten“, erklärt Telöken junior. Da habe sich aber keine Chance ergeben. Man hätte sich auf mehrere Standorte in der Stadt verteilen müssen.

12.000 Quadratmeter Hallenfläche

„In Coesfeld“, nennt er den großen Vorteil, „können wir alles an einem Ort verbinden.“ Dort stünden 12.000 Quadratmeter Hallenfläche auf einem 46.000 Quadratmeter großen Grundstück zur Verfügung. Das heißt: Bei Bedarf kann auch noch erweitert werden.

Geplant ist nach seinen Angaben, sich im Gewerbegebiet Otterkamp komplett neu aufzustellen. „Diese Bündelung aller Kräfte am neuen Standort wird unter anderem einhergehen mit einer digitalen Prozessoptimierung auf allen Ebenen, die zu weiterer Effizienzsteigerung führt und zur Zukunftssicherung des Unternehmens beiträgt.“

Senior-Chef in Südlohn aufgewachsen

Mut und stetiger Innovationsgeist prägten auch bisher schon die Geschichte des Unternehmens. „Wir haben immer ausgetretene Pfade verlassen und hatten keine Angst, auch mal mit einer Idee zu scheitern“, erinnert sich der aus Südlohn stammende Senior-Chef Erwin Telöken. Denn aus Misserfolgen, lächelt der 56-Jährige, erwachse bekanntlich Größeres.

Bis heute setzt das Unternehmen mit Neuentwicklungen Trends, die sich als Standards am Markt durchsetzen. Ein Beispiel dafür ist die so genannte Filtercube, eine der am stärksten nachgefragten Filteranlagen von Teka. Sie gilt in Branchenkreisen als Allrounder für die Filterung von Rauch und Stäuben.

Der Firma kommt entgegen, dass Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz derzeit hoch im Kurs steht. Viele Betriebe investieren in gesunde Arbeitsplätze, um Fachkräfte gewinnen und halten zu können.

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