Festival-Premiere in Nordkirchen: Das steckt hinter der Veranstaltung „Draußen nur Kännchen“

dz„Draußen nur Kännchen“

„Draußen nur Kännchen“: Unter diesem Titel findet am Samstag eine Premiere in Nordkirchen statt. Ein Open-Air-Festival mit sechs verschiedenen Bands. Der Eintritt ist frei. Und das wird geboten:

Nordkirchen

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist gar noch nicht so lange her - vielleicht 20 bis 25 Jahre - da gab es sie auf dem Dorf noch ziemlich häufig, fast jedes Wochenende: mehr oder weniger spontane Konzerte lokaler Bands. Auf handgeschriebenen Plakaten angekündigt. Kostenlos und draußen. „Meistens haben die Bands dann einfach irgendwo in einer Bauerschaft auf dem Heuwagen gespielt“, sagt der Lüdinghauser Gernot Havermeier. Um diese Zeiten wieder ein bisschen aufleben zu lassen, hat er sich mit Christian Heine und seinem Bruder Winfried Havermeier zusammengetan: Am Samstag, 6. Juli, veranstalten sie in Nordkirchen zum ersten Mal das Festival „Draußen nur Kännchen“. Kostenlos. Und draußen.

Gut: Es ist kein Heuwagen, auf dem die insgesamt sechs Bands spielen werden. Auf dem Hof von Solartechnik Ebbes an der Ferdinand-Kortmann-Straße 5 steht am Samstag eine moderne Bühne mit der entsprechenden Technik: Vorbereitet ist ein professionelles Open-Air-Festival - mit Musik von 15.30 Uhr (da ist Einlass) bis in die Nacht.

Das sind die Bands, die bei „Draußen nur Kännchen“ mitmachen:

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Die Idee für „Draußen nur Kännchen“ kam Winfried Havermeier (51), Christian Heine (52) und Gernot Havermeier (56), als sie selbst vor ein paar Jahren auf einem Festival waren: beim Rolling Stone Weekender an der Ostsee. „Da haben wir irgendwann gesagt: Lasst uns doch auch mal sowas aufziehen.“

Von der Idee bis zur Umsetzung hat es jetzt circa drei Jahre gedauert: Die drei Veranstalter - einer arbeitet als Zahnarzt, einer als Architekt, einer in einer Psychiatrie und alle spielen selbst in einer der auftretenden Bands - machen das alles ja als Privatleute nicht hauptberuflich. Sondern, weil es Spaß macht. Auch wenn es für sie natürlich mit einem gewissen finanziellen Risiko verbunden ist. Der Eintritt zu dem Festival ist schließlich frei. „Geld kommt allein durch den Getränkeverkauf rein“, sagt Christian Heine. Außerdem gibt es - neben der Musik - noch eine Frittenbude, einen Baumkuchenstand.

Veranstalter wünschen sich viele Besucher

Ziel, so sagen sie ganz deutlich - sei es aber nicht, mit dem Festival einen großen Gewinn zu machen. Klar wünschen Winfried Havermeier, Christian Heine und Gernot Havermeier sich, dass viele Menschen kommen und auch etwas trinken - damit am Ende für sie die Kosten wieder reinkommen. Vor allem geht es ihnen aber um die Sache. Um die Musik, die Festivalstimmung - umsonst und draußen.

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