Falsche Polizisten: Rentnerin in Hagen wirft 60.000 Euro aus dem Fenster

Trickbetrüger

Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat in Königswinter einen 80-Jährigen vor einem Trickbetrug bewahrt. In Hagen dagegen verlor eine 87-Jährige ein kleines Vermögen an Betrüger.

Königswinter

08.01.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falsche Polizisten: Rentnerin in Hagen wirft 60.000 Euro aus dem Fenster

60.000 Euro warf eine Rentnerin in Hagen aus dem Fenster. © dpa

In Königswinter bei Bonn hat eine Bankmitarbeiterin einen 80-Jährigen vor einem Trickbetrug durch falsche Polizisten bewahrt. Die Frau wurde misstrauisch, als der Senior einen fünfstelligen Betrag abheben wollte.

Wie die Polizei am Mittwoch (8.1.) mitteilte, hatten die Betrüger den 80-Jährigen angerufen und sich als „ermittelnde Polizeibeamte“ ausgegeben. Sie hätten ihn bei dem Vorfall am Dienstag stark unter Druck gesetzt und dazu aufgefordert, das Geld abzuheben, um es vor angeblichen Verbrechern in Sicherheit zu bringen.

Hagenerin verlor 60.000 Euro

Weniger Glück als der Senior aus Königswinter hatte bei einem ähnlichen Fall eine 87-Jährige aus Hagen. Sie verlor über 60.000 Euro, wie die Polizei mitteilte. Ähnlich wie in Königswinter gaben sich die Betrüger den Angaben der Polizei nach als ermittelnde Beamten aus und riefen mehrfach bei der Seniorin an.

Die Betrüger konnten die Hagenerin überreden am Montag das Geld aus dem Fenster zu werfen. Sie nahmen das Geld an sich und flohen. Erst einen Tag später habe die 87-Jährige sich bei der echten Polizei gemeldet.

Dutzende Fälle am Dienstag zuvor

Die Masche der Telefonbetrüger sei der Polizei „umfangreich bekannt“ und es gebe immer wieder „Wellenbewegungen“. Am Dienstag seien bei ihnen beispielsweise rund ein Dutzend Fälle von Telefonbetrügern eingegangen.

Die Masche läuft oft ähnlich ab: Die Betrüger rufen die Zielpersonen mehrfach an und erzählen ihnen, dass ihr Geld nur zuhause sicher sei. Sie werden aufgefordert es abzuheben, später kommen die falschen Polizisten vorbei und nehmen das Bargeld mit, um es vor angeblichen Verbrechern zu schützen.

dpa/kar

Lesen Sie jetzt