Fall „Maddie“ McCann: „Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist“

Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft

Im Fall der vor 13 Jahren verschwundenen „Maddie“ McCann gibt es einen neuen Verdächtigen: einen Sexualstraftäter aus Deutschland. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist.

Braunschweig

04.06.2020, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Foto vom 12.05.2007 zeigt die kleine Madeleine McCann (Maddie), die in Praia da Luz in Lagos, Portugal, spurlos verschwand.

Das Foto vom 12.05.2007 zeigt die kleine Madeleine McCann (Maddie), die in Praia da Luz in Lagos, Portugal, spurlos verschwand. © picture alliance / dpa

Seit mehr als einem Jahrzehnt bewegt das ungeklärte Schicksal der kleinen Maddie viele Menschen über Landesgrenzen hinweg. Jetzt ist ein 43-jähriger Deutscher unter Mordverdacht geraten. In einer Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Christian Wolters, Staatsanwalt und Pressesprecher, nochmal betont: „Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist.“

Der Verdächtige verbüßt gerade wegen einer anderen Straftat eine Haftstrafe in Kiel. Zwischen 1995 und 2007 soll er regelmäßig an der portugiesischen Algarve gelebt haben. „Maddie“ McCann war am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz verschwunden.

In Portugal soll der Verdächtige sein Leben durch Arbeit in der Gastronomie, aber auch teilweise durch die Begehung von Straftaten wie Einbrüchen und Drogenhandel finanziert haben.

Das hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit dem Fall zu tun

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig sei mit dem Fall befasst, weil der Verdächtige dort vor seinem Leben im Ausland als letztes seinen Wohnsitz gehabt habe, so Wolters. Ermittelt werde im Zusammenhang mit Scotland Yard, weil das Mädchen aus Großbritannien stammt, und der portugiesischen Polizei.

Zu Einzelheiten der Tatvorwürfe und der aktuellen Ermittlungen könne nichts gesagt werden.

RND/hsc

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