Erste Hitzewelle rollt auf Deutschland zu: Hoch „Utz“ lässt uns bei über 30 Grad schwitzen

Wetter

Ab Dienstag heißt es Sonnenmilch statt Regenschirm. Das Hochdruckgebiet „Utz“ bringt heiße Luft mit Temperaturen über 30 Grad. Ein Meteorologe erklärt, ab wann von einer Hitzewelle gesprochen wird.

Hannover

22.06.2020, 13:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Deutschland kommt die erste Hitzewelle des Jahres zu.

Auf Deutschland kommt die erste Hitzewelle des Jahres zu. © picture alliance/dpa

In dieser Woche beschert das Hochdruckgebiet „Utz“ ganz Deutschland hochsommerliche Tage mit viel Sonnenschein. „Wir verzeichnen derzeit die erste kleinere Hitzewelle des Jahres in Deutschland“, sagt Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom Portal „Wetterkontor“. Während am Montag noch vereinzelte Regenschauer und viele Wolken möglich sind, zieht das Hoch am Dienstag über die deutsche Bucht und bringt intensive Sonnenstunden über den Großteil des Landes.

Die 30-Grad-Marke wird voraussichtlich zur Wochenmitte in den westlichen Teilen Deutschlands geknackt: „Am Mittwoch zieht ‚Utz‘ über Dänemark und Südskandinavien und treibt die sehr warme Luft voran“, so Schmidt. Im Süden und Osten werden bis zu 28 Grad erreicht, nur an den Küsten bleiben die Temperaturen durch den frischen Seewind etwas kühler.

„Am Donnerstag und Freitag zieht heiße Luft mit dem Hochdruckgebiet über den Osten ab. Bis dahin bleibt es in ganz Deutschland sommerlich“, erklärt der Meteorologe. In den nächsten Tagen verdecken nicht mehr als ein paar Schönwetterwolken den sonst strahlend blauen Himmel. Lediglich am Erzgebirge sind abends Quellwolken mit teilweise lokalen Schauern und Hitzegewittern möglich.

Ab wann spricht man von einer Hitzewelle?

„Wenn mehrere Tage lang eine Temperatur von über 30 Grad in weiten Teilen Deutschlands erreicht wird, sprechen wir von einer Hitzewelle“, erklärt Schmidt. Ein heißer Tag werde als solcher ab einer Temperatur von 30 Grad bezeichnet, ab 25 Grad werde von warmen Temperaturen gesprochen.

„Insgesamt ist die derzeitige Wetterlage jedoch moderat“, betont Schmidt. Rückblickend war der Juni im Süden und Südwesten bislang relativ kühl und wechselhaft. Der Norden freute sich dagegen über angenehme Temperaturen - das sommerlich-warme Wetter sei „leicht übernormal“ für den Monat. Schmidt betont allerdings: „Die kommende Hitzewelle ist völlig normal für die aktuelle Jahreszeit“, so der Meteorologe. Zum Vergleich: Vergangenes Jahr schwitzte Deutschland im Juni bereits unter einer überdurchschnittlich heißen Phase mit bis zu 39 Grad im Osten Deutschlands.

Daher hat Hochdruckgebiet „Utz“ seinen Namen

Das Hoch „Utz“, das uns diese sommerlichen Temperaturen beschert, hat seinen Namen übrigens nicht zufällig. „Die Uni Berlin vergibt die Namen für die Hoch- und Tiefdruckgebiete alphabetisch“, so Jürgen Schmidt. „Die Namensvergabe erfolgt dabei abwechselnd, dieses Jahr bekommen die Hochdruckgebiete männliche, die Tiefdruckgebiete weibliche Namen.“

Privatpersonen können für die jeweilige Wetterlage eine Patenschaft erwerben und so Studenten der Universität Berlin finanziell unterstützen. Die Namen können die Paten frei wählen - nur der Anfangsbuchstabe wird vorgegeben.

RND

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